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Lesung: Jes 55, 10 - 11
Evangelium: Mt 13, 1 - 23
Vor zwei Jahren kamen zu mir drei Personen und schrieen: In einer Stadt war ein Wunder geschehen!!! Bestimmt von Gott!!! Sie waren wirklich beeindruckt, dass im XX - Jahrhundert noch Wunder geschehen. Ich antwortete, es ist nicht Neues ich sehe Wunder jeden Tag. Welche, welche fragten sie? Jeder Tag ist ein eucharistisches Wunder. Tchiiiii dieser Wunder, das ist kein Wunder. Jede Eucharistie, ist ein Wunder, das von Gott kommt. Das muss man nur der Glaube haben. Bitten wir heute während der heutigen Eucharistie um der echte Glaube.
Glaubst du an etwas? (Hier mache ich eine Pause) Glaubst du an etwas? (Ein bisschen bestimmter) Vor zwei Wochen fragte ich das einen Mann. " An etwas ... ja", antwortete er.
Ich meine, dass jeder von uns sich diese Frage stellen sollte. Wir sagen sehr oft, dass wir an eine Person glauben. Wir glauben, dass er (oder sie) recht hat. Wir sind auch überzeugt davon. Aber ist es wirklich so? Sagen wir das vielleicht nur um der Karriere willen?
Also der Glaube ist etwas, das hilft, unser Traumziel zu erreichen. Wenn wir zum Beispiel Misserfolg haben, glauben wir, dass wir ein erfolgreicher Mensch werden können.
Es ist auch so, dass wir viele Probleme haben: zu Hause, bei der Arbeit oder mit anderen Leuten. Deshalb bauen wir eine Traumwelt, wo nur wir sein können. Wir haben ab und zu die absurdesten Wünsche und glauben wir gerne an diese Wunschträume. Vielleicht glauben wir, dass unsere Wünsche von Gott kommen, dass Er genauso denkt wie wir. Das ist unsere Welt.
Wir glauben an eine neue Technik, eine neue Wissenschaft und an das Geld. Wir denken, dass das alles ist was wir brauchen. Wir denken, dass wir mit Technik und Geld wie ein Gott werden können.
Aber hier gibt es einen Unterschied: Wir sind schwach, aber Gott ist Kraft. Er ist nie schwach. Er ist machtvoll. Plötzlich kann uns eine Krankheit befallen. Krebs, eine Lähmung und dann merken wir, dass keine Technik, kein Geld uns helfen kann. Wir möchten Gott werden, aber sehr oft haben wir zu wenig Glauben, fast keine Hoffnung und nicht viel Liebe.
Im heutigen Evangelium spornt uns Christus an, den Glauben anzunehmen. Das ist eine spannende Geschichte. Jedes Gleichnis ist wie ein schwieriges Rätsel. Mann muss nur den Schlüssel finden, um es zu verstehen.
Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Dieser Sämann ist Gott, der jeden Tag mit uns sprechen will. Ist es einfach zu sagen, wie kann denn Gott mit uns sprechen? Die Leute in Afrika oder Asien sagen, dass Gott durch die Natur spricht. Durch die schönen Blumen, die mächtigen Berge und die wilden Wasserfälle. Die Natur zeigt uns im Frühling, wie klug und allmächtig Gott ist. Gott ist auch in anderen Menschen. Überall, wo es Liebe gibt.
Wenn wir mit jemandem sprechen wollen, bereiten wir uns gut darauf vor. Durch die Taufe können wir Gläubigen mit Gott sprechen.
Die Körner in diesem Gleichnis sind das Wort Gottes. Aber um dieses Wort zu verstehen, brauchen wir den Glauben und das Vertrauen zu Gott. Das sind Notwendigkeiten für unsere Entwicklung. Wir brauchen das Vertrauen, weil nur Christus uns den echten Glauben schenken kann. Aber Christus sagt auch, dass verschiedene Gefahren auf unseren Glauben lauern. Da sind die verschiedenen Ideologien, oder Leute, die nie über Gott oder echte Liebe reden wollen. Oder Leute, für die das Geld zu ihrem Gott geworden ist.
Prophet Jesája sagt, dass Gott wegen uns nie resigniert. Warum geben wir Ihn so schnell auf?
Je tiefer die Wurzeln eines Baumes reichen, desto fester kann er den Stürmen standhalten, desto weiter seine Äste recken. Je tiefer wir beim Herrn Heimat gefunden haben, desto fester stehen wir in unserem Bekenntnis, desto weiter können wir unseren Glauben hinaustragen.
Wir haben jetzt nur ein Paar Minuten an den Glauben gedacht. Aber ich hoffe, dass Sie auch daran denken, wenn Sie nach Hause gehen. Es wäre schön, wenn diese Gedanken in Ihnen weiter leben und Freude bewirken würden. Den wahren Glauben brauchen wir für das Leben. Ohne den wahren Glauben kann ich nicht leben.
Amen
Gepriesen sei Gott, der Vater, der uns durch Christus den Heiligen Geist gesandt hat. Zu ihm lasst uns beten:
Alle: Herr stärk unser Glaube.
1. Gib unserem Papst Johann Paul der II und allen Bischöfen, Priester und Diakonen der Kraft und stärk ihres Berufung.
2. Gib der Welt den Frieden, gib den Völkern Ruhe und Sicherheit
3. Gib den Kranken und Leidenden (körperlich aber auch seelisch) Kraft und Glaube an deine Barmherzigkeit.
4. Gib allen Abhängiger, Atheisten und allen aus unserer Pfarrei die sinnlos im Leben sehen eine neue Hoffnung.
5. Gib uns neuer Glaube, Hoffnung und Liebe.
Um das alles bitten wir durch deinem Sohn und unserem Herr Jesus Christus. Amen
13. 07. 2002 Niederwil SG
14. 07. 2002 Niederbüren SG, Oberbüren SG.