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Lesung: 1 Kön 3; 5. 7 - 12
Evangelium: Mt. 13; 44 - 46
Jeder Mensch braucht für sein Leben die echte Hoffnung, die seine Lebensziele zeigen kann. Jede Eucharistiefeier ist eine neue Hoffnung für unser Leben. Wir sollen nur glauben und Gott gibt für uns jeden Tag die echte Hoffnung. Wir müssen nur glauben ...
Liebe Mitchristen
Letztes Mal habe ich über den Glauben geredet. Jetzt möchte ich keine Predigt halten, weil ich weiß, dass viele Leute es nicht lieben wenn, ein junger Mensch (wie ich) denn noch nicht Priester ist, von den Kanzel moralisiert. Ich möchte gern meine Meinung mit euch teilen. Der Glaube braucht die Hoffnung, die Hoffnung braucht den Glauben, um sich zu verwirklichen. Deshalb möchte ich heute gern etwas Weniges über die Hoffnung sagen.
Wenn man heute jemandem fragen würde, ob er im XXI. Jahrhundert die Hoffnung brauche, würde er bestimmt sagten: selbstverständlich. Warum? Geht es schlecht, weil wir die Hoffnung brauchen? Oder haben wir vielleicht bestimmte Ängste vor der Zukunft?
Viele Leute sagen, dass die Hoffnung das ist, was uns an jedem Tag helfen kann. Das ist diese Kraft; wegen ihr sind wir immer seelisch stark.
Was ist das die Hoffnung?
Im XXI. Jahrhundert ist der Mensch oft ein wirtschaftliches Opfer. Für viele Leute ist die Definition der Hoffnung daher sehr einfach. Kürzlich sagte mir jemand, dass er sehr viel Geld in Aktien gesteckt hat. Als die Börse günstig war, war seine Hoffnung gleichzeitig gestiegen worden. Als die Börse bergab ging, ging es auch mit der Hoffnung bergab. Das Börsenbarometer zeigt gleichzeitig entweder seine Hoffnung oder Verzweiflung. Diese Hoffnung hatte immer einen Begleiter ... nämlich, die Angst. Dieser Mensch wurde ein Opfer geworden der geschäftlichen Kultur. Er war ein Opfer, ob er wollte oder nicht. Er war durch die Wirtschaft manipuliert worden. Wenn das Geld das Wichtigste ist, können wir unsere Familie verlieren. Können wir uns selbst verlieren.
Die echte Hoffnung hat die Quelle in Gott. Obwohl in unserem Leben manches gut oder schlecht ist, die Hoffnung von Gott bleibt immer. Sie gibt unserem Leben ein Ziel. Sie stärkt uns und unseren Glaube.
Es ist auch so, dass wir in unserem Leben sehr oft die Hoffnung suchen. Genauso, wie dieser Mann der im heutigen Evangelium eine schöne Perle sucht, oder dieser Mann, der einen Schatz kaufte. Als Christen sollen wir eine Sache aufklären. Wir sind für Christus dieser Schatz und Er soll für uns genauso ein Schatz werden. Er ist für unser Leben die echte Hoffnung.
Ohne die echte Hoffnung bleiben wir leer. Ohne Christus bleiben wir leer.
Brauchen wir im XXI. Jahrhundert die Hoffnung ...? Ja, wir brauchen die echte Hoffnung! Die Hoffnung, die von Gott kommt und die zu Gott führt.Weißt du nicht, wie man Gott in dieser Welt finden kann?
Die Antwort gibt der Gründer unserer Gemeinschaft der hl. Vinzenz Pallotti. Wenn er sagt:
Suchen Sie Gott Und Sie werden ihn finden Suchen Sie Gott In allen Dingen, und Sie werden ihn in allen finden. Suchen Sie ihn immer, und Sie werden ihn immer finden
Ich möchte Euch wünschen, in der heutigen Eucharistiefeier einen Schatz zu finden. Ein Schatz, der ganz unser Inneres erfüllen kann.
Amen
Gepriesen sei Gott die Quelle der Hoffnung. Zu Ihm lasst uns beten.
1. Herr du hast unserem Papst Johannes Paul II. die Sorge für die ganze Kirche aufgetragen, stärke ihn im Glauben und gib ihm die Hoffnung und Liebe.
2. Gib allen jungen Leuten (besonders aus unseren Pfarreien) die das Weltjugendtreffe in Toronto erleben, Hoffnung und Kraft für ihr Leben.
3. Gib allen Hoffnung, die unsicher sind und Glauben Schwierigkeiten haben.
4. Gib uns Hoffnung, die unsern Glauben stärken kann.
5. Gib all unseren Verstorbenen das ewige Leben, auf das sie gehofft haben.
Um das alles bitten wir dich durch deinen Sohn Jesus Christus. Amen
Niederwil 27. 07. 2002