Artur Marek Wójtowicz

Meine Texte

Thema: Lepra XXI. Jahrhundert (6. Sonntag des Jahres B)

Lesung: Lev 13, 1 - 2. 43a - c. 44 ab. 45 - 46

Evangelium: Mk 1, 40 - 45

Einführung

Im heutigen Evangelium hören wir, dass ein Aussätziger zu Jesus kam um Hilfe zu bekommen. Auch in unserem Leben haben wir Probleme. Es bleibt nur die Frage ob wir mit diesen Problemen zu Christus kommen. Legen wir heute unsere Schwierigkeiten, vielleicht Süchte und Neigungen vor den Altar und vertrauen wir Christus, dass er uns helfen kann.

Predigt

Und es kam zu ihm ein Aussätziger, der bat ihn, kniete nieder und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich reinigen.

Ich meine, dass jeder von uns weiss, was das Wort "Aussatz" genau bedeutet. Wir hören von dieser Krankheit in Indien und in ganz Asien. Die Krankheit, die den Körper mit der Zeit verwesen lässt. Dieses Thema ist bekannt. Vor ein paar Tagen sah ich z. B. in einem Bus ein Plakat der Lepra - Hilfe mit dem Gesicht einer Frau aus Indien. Die Leiden und Krankheiten sind für alle schlimm. Zu Jesus Zeiten hatten die Juden verschiedene Gesetze für Aussätzige. Sie mussten weit von der Stadt entfernt bleiben. Bei jedem Treffen mit gesunden Leuten mussten sie rufen: "Ich bin unrein". Denn die Angst der Gesunden, selbst angesteckt zu werden, war sehr gross. Aber dieser Kranke kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe. Er wollte sein Problem Jesus zeigen, er wollte Hilfe bekommen.

Es ist manchmal schwierig für die Kranken, wenn sie allen ihre Krankheit zeigen müssen. Manche wollen gar nichts sagen, manche sagen, dass alles in Ordnung sei. Wir zeigen es nicht gern, wenn wir schwach sind oder wenn wir Schmerzen haben.

Gestern dachte ich über dieses Thema nach und ich habe mich selbst gefragt, ob es nicht so ist, dass wir auch im XXI. Jahrhundert Lepra haben . Ich denke jetzt nicht an Indien, an Asien. Ich denke jetzt an unser Inneres. Es kann auch geistige Lepra sein. Wo nicht unser Körper sondern unser geistiges Inneres mit der Zeit verwesen kann. Worüber spreche ich? Vielleicht möchte jemand fragen. Wo ist diese Lepra in uns? Wie , in welchen Bereichen "Sind wir wie aussätzige Menschen? Wie heisst die Lepra des XXI. Jahrhunderts?

Schauen wir auf unser Leben. Jeder von uns ist eine besondere Person. Jeder hat seinen Lebenslauf. Vielleicht gibt es in unserem Leben verschiedene Probleme, die bis heute andauern. Vielleicht blockieren uns diese Probleme um weiter gehen zu können? Manche Probleme sind wie ein Schatten. Wo wir auch sind verfolgen sie uns. Das ist der Aussatz des XXI. Jahrhunderts. Unsere Probleme, Sünden, Neigungen, Süchte. Jetzt kommt sofort die nächste Frage für uns. Will ich diese Probleme lösen und zu Christus gehen? Oder habe ich vielleicht keine Lust diese Probleme zu lösen? Vielleicht sind sie zu angenehm für mich? Manche Menschen sagen: "Meine Sucht oder meine Neigung ist für mich kein Problem. Die anderen machen es gleich. Die Umgebung, die Nachbarn, alle Menschen die ich kenne, leben genauso wie ich oder noch schlimmer. Also ich bin nicht der Schlimmste. Wir sind Meister uns zu entschuldigen. Jeder ist schuldig ausser wir selbst.

Und es kam zu ihm ein Aussätziger und sagte: "Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde"

Kommen wir zu Christus mit unseren Sünden und Problemen. Warum denken wir nicht öfter daran?

Nach der Vergebung unserer Sünden loben wir Christus wie dieser Aussätziger im Evangelium oder vergessen wir das schnell? Der Aussätzige im Evangelium lobte Christus nach seiner Heilung. Und ich? Wie schnell vergesse ich das Geschenk der Sündenvergebung?

Wofür möchte ich Christus danken?

Fürbitte

Gepriesen sei Gott, der Vater, der uns durch Christus den Heiligen Geist gesandt hat. Zu ihm lasst uns beten:

1) Christus, du bist unsere Hilfe. Zeige unserer Gemeinschaft Wege, dein Evangelium zu realisieren.

2) Christus, du bist unsere Hoffnung. Gib allen Abhängigen den Glauben, die Kraft, und den Willen, weiter zu glauben.

3) Christus, du bist das Licht für unsere Zukunft. Gib unserer Kirche in der Schweiz neue Berufungen zum Priester, als Pastoralassistenten und assistentinen, als Katechetinnen und Katecheten sowie als Glaubige.

4) Christus, du bist ein gerechter Richter für unsere Verstorbenen. Gib ihnen die Güte, an die sie glaubten.

Um das alles bitten wir durch deinen Sohn und unseren Herrn Jesus Christus unseren Herrn. Amen

15. 02. 2003 - Pflegeheim St. Otmar, Pfarrei St. Otmar SG

16. 02. 2003 - Pfarrei St. Otmar SG (2)


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