Artur Marek Wójtowicz

Meine Texte

Thema: die neuen Berufungen (7 Ostersonntag B)

Lesung: Apg. 1, 15 - 17. 20a. c – 26

Evangelium: Joh. 17, 6a. 11b - 19

Einführung

Die Osterzeit ist eine Zeit, in der Christus uns zeigen will, dass er wirklich in seiner Kirche lebt,dass er unsere Kirche führt und uns hilft. Immer wenn wir ihn um diese Hilfe bitten. Die Verheissung Gottes ist ewig und er ist treu. Bitten wir um die Vergebung unserer Sünden, dass wir manchmal unseren Willen durchsetzen wollen und nicht den seinen.

Predigt

Am Hauptbahnhof in Warschau schrieb jemand mit dem Spray: Gott starb. Und unter diesem Satz stand eine Unterschrift: der Mensch. Eine Woche späterfügte jemand anderer etwas dazu und alle konnten den zweiten Satz lesen. An der Mauer stand der Mensch stirbt und eine Unterschrift: Gott.

Die Osterzeit ist die Zeit für unsere Besinnung. Für eine Reflexion über unser Leben. Über unser Leben mit Gott. Vielleicht denkt heute fast niemand mehr daran, dass vor sieben Wochen Ostern war. Die Zeit läuft wirklich schnell. Die Zeit und mit ihr auch unser Leben.

In heutigen Evangelium wählen die Apostel eine Person für ihre Gruppe. Auf der einen Seite sagen sie: Die Zahl muss zwölf sein. Aber auf der anderen Seite sehen sie einen Mangel. Es fehlt ein Apostel, ein Zeuge. Es ist wichtig zu erkennen, dass neue Berufene fehlen. Wir alle sind die lebendige Kirche. Die lebendige Kirche in der Schweiz. Wir sind auch die Apostel von Christus. Viele Leute würden auch sagen: Wir haben auch in der Schweiz einen Mangel. Wir brauchen neue Priester, Pastoralassistenten, -assistentinnen, Katecheten und andere Menschen, die in der Kirche arbeiten wollen. Wir brauchen.....

Wenn jemand etwas braucht dann sucht er andere, die ihm helfen können. Die neuen Berufungen kommen nicht von einer anderen Welt, vom Kosmos. Sie kommen von unserer Gemeinschaft. Nicht wir geben die neuen Katecheten, sondern Gott, der in unserer Kirche lebt. Er kann unsere Herzen berühren und uns neue Seelsorger geben. Wenn wir diese wirklich brauchen, bitten wir Gott um neue Priester und Seelsorger. Gott, gib uns die neuen Berufungen!!!

Die Osterzeit ist der Beweis Gottes, dass Jesus lebt. Er lebt in uns und in unserer Kirche. Er will uns zeigen, dass er zu uns steht. Er will uns bei jedem Problem helfen. Die heutige Welt ist anders. Sie will uns zeigen, dass Gott heute nicht mehr existiert. Da ist oft nur Geld, Egoismus und Freiheit. Aber wir bauen doch unsere Welt. Es ist nicht einfach so.

Einmal sprach der deutsche Philosoph Friedrich Nitzsche mit Claudel. Der neu bekehrte Claudel kannte nicht viele Glaubenswahrheiten, hatte aber trotzdem viel Glauben. Und Nitzsche sagte sehr aggressiv zu ihm: Gott starb du musst nicht an ihn glauben. Es ist wahr - antwortete Clodel, aber weißt du, er hat interessante Bräuche und nach dem dritten Tag ist er auferstanden. Für mich ist diese Antwort wunderbar. Das ist keine Theorie. Das ist mehr. Das ist der lebendige Glaube. Gott lebt und er will uns das zeigen. Er lebt in der Natur, in anderen Menschen, in uns.

Im Evangelium betet Jesus um die echte Einheit. Wir sollen nicht von dieser Welt sein, genauso wie Christus dies nicht war. Wenn es so ist, dann schickt Gott uns die neuen Berufungen. Glauben wir an das, und mit dem Glauben können wir die Mauer überspringen wie ein Psalmist sagte.

Beten wir für die Leute, die nicht beten wollen. Glauben wir, damit andere glauben können. Gott gab uns seine Gnade und seine Liebe. Geben wir diese weiter an andere.

 

Fürbitte

Lasst uns beten zu Gott, dem Vater, der allen seinen Geist gibt, die ihn darum bitten:

1) Christus, du bist unsere Hilfe. Zeige unserer Gemeinschaft Wege, dein Evangelium zu realisieren.

2) Christus, du bist unsere Hoffnung. Gib allen Abhängigen den Glauben, die Kraft und den Willen, weiter zu glauben.

3) Christus, du bist das Licht für unsere Zukunft. Gib unserer Kirche in der Schweiz neue Berufungen zum Priester, als Pastoralassistenten und -assistentinnen, als Katechetinnen und Katecheten sowie als Gläubige.

4) Christus, du bist ein gerechter Richter für unsere Verstorbenen. Gib ihnen die Güte, an die sie glaubten.

Um das alles bitten wir durch deinen Sohn und unseren Herrn Jesus Christus unseren Herrn. Amen

31. 05. 2003    Pflegeheim St. Otmar, Pfarrei St. Otmar SG

01. 06. 2003    Pfarrei St. Otmar SG.


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