Artur Marek Wójtowicz

Arbeit, Armut und Reichtum, Arbeitslosigkeit

Klasse 8 (Doppelstunde)

(Am Anfang liest jemand ein Gleichnis aus der Bibel. Ein Gespräch - ca. 15 Minuten)

Denn das Himmelreich gleicht einem Hausherrn, der früh am Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen. Und als er mit den Arbeitern einig wurde über einen Silbergroschen als Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und er ging aus um die dritte Stunde und sah andere müßig auf dem Markt stehen und sprach zu ihnen: Geht ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe. Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere und sprach zu ihnen: Was steht ihr den ganzen Tag müßig da? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt. Er sprach zu ihnen: Geht ihr auch hin in den Weinberg. Als es nun Abend wurde, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und fang an bei den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde eingestellt waren, und jeder empfing seinen Silbergroschen. Als aber die ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und auch sie empfingen ein jeder seinen Silbergroschen. Und als sie den empfingen, murrten sie gegen den Hausherrn und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, doch du hast sie uns gleichgestellt, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Er antwortete aber und sagte zu einem von ihnen: Mein Freund, ich tu dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir einig geworden über einen Silbergroschen? Nimm, was dein ist, und geh! Ich will aber diesem letzten dasselbe geben wie dir. Oder habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem, was mein ist? Siehst du scheel drein, weil ich so gütig bin? So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein.(Mt. 20, 1- 20)

Hat dieser Arbeitgeber recht?

Ja, weil..................................

Nein, weil................................

Wer soll entscheiden, ob ein Arbeiter seinen Lohn bekommen soll oder nicht?

(Jetzt zeige ich eine Folie mit dem Bild von Jean - Francois Millet, Die Ährenleserinnen)

Hier sehen wir wie diese Leute streng arbeiten. Sie sind abhängig vom Wetter deshalb müssen sie wirklich gut und schnell arbeiten. Und jetzt will ich euch die nächste Folie zeigen auf der drei kluge Verse stehen:

"...ein Mörder seines Mitmenschen ist, wer ihm den Unterhalt wegnimmt und Blut vergiesst, wer dem Arbeiter den Lohn vorenthält"Sir 34, 22

"...Siehe, der Lohn, der von euch den Arbeitern vorenthalten worden ist, die eure Felder abgeerntet haben, schreit (empor) und die Klagen der Schnitter sind zu den Ohren des Herrn Zebaot gedrungen..."Jak 5, 4

"...Bleibt in diesem Hause, esst und trinkt, was es bei ihnen gibt; den der Arbeiter ist seines Lohnes wert..."Lk 10, 7

Man darf den Lohn nicht dazu verwenden, um eigenen Profit zu machen, wenn dafür jemand anders kein Geld für Brot hat. Das ist nicht unser Geld. Ein Arbeiter soll es bekommen. Nicht das Geld ist am wichtigsten z.B. bei Krebs sondern der Glaube.

(Jetzt zeige ich eine Folie mit dem Bild von Käthe Kollwitz, Brot vom 1924)

Wir beten bei jedem Vater unser: unseres tägliches Brot gib uns heute.... also jeder von uns hat das Recht. essen (Minimum) zu bekommen.

Was bedeutet Armut? (die Kinder schreiben drei Beispiele)

1)

2)

3)

Was bedeutet Reichtum?

1)

2)

3)

Jemand sagte einmal, dass es uns sehr leicht fällt zu sagen wir wären unglücklich. Wir sagen oft, dass uns das oder das fehlt. Aber ist schwierig zu sagen, dass wir glücklich sind. Was ist Glück?

(Ich zeige eine Folie mit dem Bild von Jonathan Eastman Johnson, My old Kentucky Home, 1859. Ich erzähle warum die Leute in Afrika glücklich sind - 10 Minuten )

Ein Spiel: welches Zitat gefällt dir am besten und warum? (15 - 20 Minuten)

Leute, die keine Zeit haben, sind schlimmer dran als Bettler - Ein Spruch aus Nepal

Die katholische Kirche in der Schweiz ist reich, aber nur an Geld, nicht aber an Glauben.

Glück kann man nicht kaufen.

Glück ist Reichtum

Man kann sich zwar den Weg aussuchen, den man gehen möchte, nicht aber die Menschen, denen man begegnet. Ein Glück, dass DU ein Teil meines Weges bist!!

Das wahre und sichtbare Glück des Lebens liegt nicht außerhalb, sondern in uns. - J. P. Hebel

Sobald wir verstanden haben, dass das Geheimnis des Glücks nicht im Besitz liegt sondern im Geben, werden wir, indem wir um uns herum glücklich machen, selbst glücklich werden.

Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab. - Marcus Aurelius

Es ist sehr schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden. - Nicolas Chamfort

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch die Vernachlässigung kleiner Dinge. - Wilhelm Busch

Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.

Wer an das Glück glaubt, der hat Glück. - Friedrich Hebbel

Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du auch immer willst, was du tust. - Leo Tolstoi

(Ich erzähle mein Gespräch mit dem Missionar von Sudan. Ursprünglich kam er von Portugal - 10 Minuten)

Armut in der Schweiz

Was bedeutet das, dass in der Schweiz 500 000 Arme wohnen? (ich erzähle ein Beispiel - Friseur in St. Gallen und Bregenz und ein Vergleich: das Haus in Zürich und St. Gallen. Und dann zeige ich ein Bild von Indien).

Es ist gut, wenn wir etwas zu tun haben. Dann müssen wir nicht an viele Sachen denken. Aber manchmal sollten wir unsere Arbeit auch schätzen. Wir sollen auch als Christen daran denken, dass jene, die keine Arbeit haben auch Menschen sind. Und wir sollten auch ihnen helfen.

(Jetzt zeige ich eine Folie mit dem Bild von Käthe Kollwitz, Arbeitslos, 1924)


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