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Heute zeigt sich die Tendenz zu sagen, dass wir in Europa Christen sind. Manchmal bekunden die Leute Mühe damit, wenn jemand die Christen unterteilen will. Wenn heute jemand sagt: „Das sind die Orthodoxen, diese sind Protestanten, aber wir sind Katholiken“, antworten viele: „Wenn du das so siehst, hast du ein Problem. Wir sind alle Christen und Schluss.“ Trotzdem will ich jetzt etwas sagen über die Christen. Wir gehören nicht zur Christlichen Kirche, sondern zur katholischen, oder reformierten. Es ist wahr, dass wir alle Christen sind, aber wir sollten die Unterschiede zwischen den Konfessionen kennen.
Wir müssen nicht an alles glauben, um Christen zu sein. Wir müssen z. B. nicht an die Offenbarungen glauben. Aber an was müssen wir glauben? (Ich warte auf eine Antwort und ich schreibe die Antworten auf der Tafel)
1) Dreifaltiger Gott (was bedeutet das?)
2) Glaubensbekenntnis usw.
(Ich verteile ein Blatt mit dem Glaubensbekenntnis und wir lesen zusammen - A 39):
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn,
unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische (oder: christliche / allgemeine christliche) Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen
In den nächsten Stunden versuchen wir dieses Glaubenbekenntnis besser kennen zu lernen.
Erstaunlicherweise beginnt das Glaubensbekenntnis mit dem Wort:
(Ich zeige eine Folie mit dem Wort: ICH)
ICH. Also niemand anders, also nicht du, oder er sondern ich persönlich. Ich bin überzeugt, ich denke so, ich bin nicht sicher aber ich vertraue, also glaube ich. Ich identifiziere mich. Mit diesem Wort bin ich wie ein Zeuge.
(Ich zeige eine Folie mit dem Wort: ICH GLAUBE und alle bekommen ein Blatt)
Was ist richtig?
1) Ich weiss das, also glaube ich daran.
2) Ich glaube, weil ich vermute.
3) Ich weiss, aber ich spüre etwas mehr, deshalb glaube ich.
4) Der Glaube ist unabhängig vom Wissen. (ein Beispiel mit dem Knochen vom Hund nicht vom Mensch – Darwin)
Wo liegt der Unterschied zwischen Glauben und Wissen?
Dann gehen wir weiter und versuchen eine Antwort auf die Frage zu finden: „An was glaube ich?“
(Ich gebe ein Blatt A 42, Arthur Thömmes, Überleben)
Jetzt schreiben wir an die Tafel: „Wer ist Gott?“
(ich zeige eine Folie mit dem Satz: ICH GLAUBE AN GOTT, DEN VATER)
Also Er ist unser Vater. Was braucht es um Vater zu werden?
1) Kinder (wenn Er unser Vater ist, sind wir seine Kinder)
2) Der Vater schenkt das Leben (wir bekamen unser Leben, von unseren Eltern den Körper aber von Gott unsere Seele und unseren Geist. Genauso wie die Eltern schenkt Gott uns das Leben. Wenn Gott uns das Leben nicht geschenkt hätte, hätte die Mutter ein totes Kind geboren oder eine Fehlgeburt erlitten)
3) Der Vater will für uns immer das beste. Er will uns alles geben. Nach seinem Tod erben die Kinder. Obwohl Gott starb überliess Er uns alles, was Er schuf.
(Ich gebe ein Blatt mit einem Zitat aus dem Buch Genesis)
..., den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, bzum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
Genesis 1, 27 - 31
(Ich gebe ein Blatt A 45, Arthur Thömmes, Überleben)
Ein Lied: „Wir haben Gottes Spuren festgestellt“ KG 183
(ich zeige eine Folie mit dem Bild von Frau Angelico, Verkündigung)
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist,
(Ich gebe ein Blatt mit dem Zitat Lk 1, 26 – 38)
Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.
(Ich zeige eine Folie)
geboren von der Jungfrau Maria,
(ein Gespräch 10 - 15 Minuten)
1) War Maria noch Jungfrau nach der Geburt Jesus?
2) Ist nur das Hymen die Bestätigung für die Jungfernschaft? Was ist, wenn eine Frau ohne Hymen geboren wurde?
a) Jungfrau (als psychische Bedeutung)
b) Jungfrau (als physische Bedeutung)
Im XXI. Jahrhundert schämen sich die Mädchen manchmal zu gestehen, dass sie Jungfrau bleiben möchten. Das ist wirklich komisch, doch im XXI. Jahrhundert schützt die Toleranz nicht wahr? Also entscheidet das Mädchen, ob es mit jemandem schlafen will oder nicht, und nicht seine Umgebung. Theoretisch, ja, aber der Druck ist gross. Es fällt jungen Frauen schwer nein zu sagen. (Meine Erfahrungen bei den Katechesen: die Schüler fragten mich einmal.... usw.)
(ich zeige eine Folie mit dem Bild von Salvator Dali)
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
Das müssen wir nicht beweisen, das ist Geschichte.
hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten,
In der Bibel finden wir drei Beispiele wie Jesus Menschen von den Toten auferweckte.
(Ich gebe drei Zitate und wir lesen)
1) Lazarus (J 11, 32 – 44): Als nun Maria dahin kam, wo Jesus war, und sah ihn, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, ergrimmte er im Geist und wurde sehr betrübt und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh es! Und Jesus gingen die Augen über. Da sprachen die Juden: Siehe, wie hat er ihn liebgehabt! Einige aber unter ihnen sprachen: Er hat dem Blinden die Augen aufgetan; konnte er nicht auch machen, dass dieser nicht sterben musste? Da ergrimmte Jesus abermals und kam zum Grab. Es war aber eine Höhle, und ein Stein lag davor. Jesus sprach: Hebt den Stein weg! Spricht zu ihm Marta, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er liegt seit vier Tagen. Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich weiß, dass du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich's, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und lasst ihn gehen!
2) Ein Jünger aus Nain (Lk 7, 11 – 17): Und es begab sich danach, dass er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seine Jünger gingen mit ihm und eine große Menge. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der der einzige Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und eine große Menge aus der Stadt ging mit ihr. Und als sie der Herr sah, jammerte sie ihn, und er sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu und berührte den Sarg, und die Träger blieben stehen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter. Und Furcht ergriff sie alle, und sie priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk besucht. Und diese Kunde von ihm erscholl in ganz Judäa und im ganzen umliegenden Land.
3) Die Tochter von Jaïrus (Mk 5, 35 – 43): Als er noch so redete, kamen einige aus dem Hause des Vorstehers der Synagoge und sprachen: Deine Tochter ist gestorben; was bemühst du weiter den Meister? Jesus aber hörte mit an, was gesagt wurde, und sprach zu dem Vorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur! Und er ließ niemanden mit sich gehen als Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Und sie kamen in das Haus des Vorstehers, und er sah das Getümmel, und wie sehr sie weinten und heulten. Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Er aber trieb sie alle hinaus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter und die bei ihm waren, und ging hinein, wo das Kind lag, und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihm: Talita kum! - das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher; es war aber zwölf Jahre alt. Und sie entsetzten sich sogleich über die Maßen. Und er gebot ihnen streng, dass es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben.
Am Ostersonntag ist auch Jesus auferstanden. Wo ist der Unterschied zwischen diesen drei Beispielen und der Auferstehung von Jesus? (Sie brauchten Jesus um auferstehen zu können, Jesus brauchte niemandem. Er konnte das allein.)
aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
1) Wir leben, aber irgendwann sterben wir.
2) Nach dem Tod stehen wir vor Gott und betrachten unser Leben wie ein Replay.
3) Wie wird das Jüngste Gericht aussehen?
4) Viele Menschen im XXI. Jahrhunderte glauben nicht an den Teufel.
5) Sie glauben an die maximalen Güter, nicht aber an die maximalen Schulden.
6) Wie verstehst du diesen Satz: „Barmherzigkeit vor Gerechtigkeit?“
7) Wir sind die Richter über unsere Taten, weil wir entscheiden können, was wir tun. Das ist das Geheimnis des freie Willens.
8) Wenn wir uns nicht für Gott interessieren, übernehmen wir die alleinige Verantwortung.
9) Gott gab uns das Leben und er ist froh, wenn wir es gut nutzen.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
Wer ist der Heilige Geist? Wie seht er aus?
(Ein Beispiel mit der Taube)
die heilige katholische Kirche,
(Ich gebe ein Blatt A 40: Kirche pro&contra , Arthur Thömmes, Überleben)
Gemeinschaft der Heiligen,
(Ich gebe ein Blatt A 41: Echte Christen, Arthur Thömmes, Überleben)
Vergebung der Sünden,
(Ein Beispiel mit dem Bild vom hl. Faustyna Kowalski)
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Was ist der Tod? (wir schreiben auf die Folien)
Der Tod ist: unser Anfang und Ende. Hier können wir zum letzten Mal „Ja“ zu Gott sagen.
Wenn ich an das alles glaube werde ich gerettet werden.
(Ich zeige eine Folie mit dem Zitat von Römmer 10, 13)
Denn wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden