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Versuchen wir, uns eine Renaissance-Kirche vorzustellen, in welcher sich viele Adlige, Zivile aber auch geistliche Personen aufhalten. Die Leute sind wirklich gespannt, sie erwarten jemanden. Die Bauern stehen da und gieren nach Sensationen. Die Bischöfe mit Verachtung auf den Gesichtern. Nach dem Beginn dieser ganzen Zeremonie sehen wir vor dem Altar einen Mann mit einem Spitzbart, der einen Kardinalhut bekommt. Die Welt erhält einen neuen Kardinal - Armand Jean du Plessis de Richelieu (1585-1642).
Der Fürst der Kirche, so nannte sich Richelieu. Die Geschichte kennt ihn mehr als Politiker denn als Kardinal. Aber Menschen sind nur Menschen.
1614 war er Gesandter, 1616-17 war er Sekretär (Aussenminister und Kriegsminister). 1622 wurde er Kardinal, und zwei Jahre später nominierten ihn Ludwig XIII. (oder die Regentin Maria Medici) zum ersten Minister (de facto die wichtigste Person in Frankreich). Armand bekam 1608 das Bistum Luçon (sein Bruder gab ihm das Kardinaltum zurück und ging zu den Karthäusern). Der Kardinalhut bekam er von Gregor XV. wegen einer Erpressung des Königs von Frankreich und sein Nachfolger nastêpca Urban VIII. nominierte ihn für ein päpstliches Legat. Aber Richelieu wollte mehr und drohte dem Papst, ein Konkordat zu zerbrechen (von 1516 ). Er sagte, dass das Konkordat dem französischen Gesetz widersprechen würde.
Historia nazwa³a Armanda Szar¹ Eminencj¹ Francji, a jaki by³ naprawdê?
Er wollte absolutistisch regieren und provozierte Konflikte mit der Mehrheit der französischen Bischöfe. Als Kunstmäzen mochte er das Theater und die Literatur. 1635 gründete er die französische Akademie. Später kontrollierte er das Mazarini. Als Ausserminister baute er die französische Kriegsmarine aus. Vielleicht hiess das grösste Linienschiff Frankreichs zur Zeit des II. Weltkrieges deshalb Richelieu.
Bestimmt haben viele den Film Die drei Muskietere nach dem Buch von Alexandre Dumas gesehen. Wir denken vielleicht an den Gardisten von Kardinal Richelieu mit welchem der Hauptheld von Gascogne oft kämpfte. Es ist auch interessant, dass die Gardisten vorbereitet waren, einen Aufstand in Frankreich zu machen, wenn Ludwig XIII. etwas gegen Richelieu unternommen hätte.
Richelieu engagierte auch Frankreich für den dreizehnjährigen Krieg (1635-48) gegen Kaiser Ferdinand II.
Armand mochte keine Feinde. Er kerkerte auch Jean Duvergier de Hauranne (1581-1643) ein. Dieser Abt von Saint - Cyran war fünf Jahre im Gefängnis, weil er gegen den Verbund Richelieus mit den protestantischen Fürsten von Deutschland war. Am Anfang wollte Richelieu den Abt wegen Häresie verklagen, aber der Abt ... starb zu früh.
Und vielleicht sagte Armand in diesem Moment: "...Gib mir nur zwei Worte, die von irgend jemandem geschrieben wurden und ich finde dort bestimmt etwas, um ihn an den Galgen zu führen..."
Richelieu wusste genau, dass er wegen des Gemetzels an den Hugenotten von Papst Urban VIII. glorifiziert worden war. Am Anfang verloren die Hugenotten alle politischen und soldatischen Rechte. Dann begann der Kardinal einen offenen Krieg gegen die Hugenotten. Als die hugenottische Festung La Rochelle (1628) zerstört wurde, gab Urban VIII. den Befehl, in Rom das festliche Hymnus Te Deum zu singen. Der Kardinal kämpfte persönlich bei dieser Festung. Er kapitulierte nach 15 Monaten wegen des Hungers. Der Legat-Titel für Richelieu war näher aber... der Papst war unbestechlich. Als Richelieu das erkannte, machte er den Vorschlag, in Frankreich ein Patriarchat (unabhängig von Rom) zu gründen, wie die Ostkirche dies hat. Er kandidierte für den Patriarchen-Titel. Frankreich stand am Rand, weil die Schisma schon vor den Türen war. Der Papst sagte Nein.
Das letzte Wort zu diesem Angebot sagte der Papst nach dem Tod vom Armand, er verbat, die Abdankung zu feiern.
So starb der Kardinal, der in der Geschichte graue Eminenz genannt wurde, mit den Worten: "..vor meinen Freunden schützt mich Gott, um meine Feinde kümmere ich mich selbst..."