Artur Marek Wójtowicz

Texte

Die Heiligen (Franz von Assisi, Elisabeth von Thüringen und Johannes der Täufer)

Klasse 4, Doppelstunde

(ich zeige eine Folie mit dem Bild Die Verzückung des hl. Franz von Assisi von Giuseppe Cesari)

(Die Kinder bekommen einen Text und zusammen mit der Landkarte besprechen wir diesen)

Franz von Assisi (ca. 1181 bis 1226 nach Christus)

Er änderte sein Leben radikal.

Der einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie entstammende Franziskus, 1181 oder 1182 als Giovanni Bernardone in Assisi geboren, trat schon früh in den Militärdienst ein, wurde Offizier und führte das übliche freie Leben. Als er jedoch im Städtekrieg zwischen Assisi und Perugia 1202 in Gefangenschaft geriet und schwer erkrankte, bewog ihn dies, sein Leben radikal zu ändern und in Armut und tätiger Nächstenliebe zu leben - was zum unvermeidlichen Bruch mit dem Vater führte.

In einer Zeit, in der viele auf der Suche nach einem neuen christlichen Leben waren und nicht wenige zu Häretikern wurden, hatte er bald viele Anhänger, denen er sich ab 1209 widmete. Die erste Ordensregel verfaßte er nach dem neuen Testament. Als 1210 Papst Innozenz III. den Orden der Minoriten billigte, breitete sich dieser rasch aus.

1212 kam nach der Bekehrung Klaras von Assisi ein weiblicher Orden, die Klarissen, hinzu, und schließlich bildete sich der Dritte Orden von weiterhin im Leben stehenden Männern und Frauen. Franziskus, der gleich seinen Gefährten als Wanderprediger wirkte, zog sich 1220 von der Ordensleitung zurück und verfaßte die endgültige Ordensregel, die durch Honorius III. bestätigt wurde.

Sie machte die innere und äußere Mission zur Hauptaufgabe der Franziskaner. Unter den von Franziskus verfaßten Schriften sind sein Testament und der "Sonnengesang" die bekanntesten. 1224 zeigten sich dann bei Franziskus die Wundmale Christi - die erste überlieferte Stigmatisation der Geschichte.

Der Ordensstifter starb am 3. Oktober 1226 in Assisi und wurde schon 1228 heiliggesprochen.

Das Gespräch über Ökologie und die Liebe der Welt (10 Minuten).

(ich zeige eine Folie mit dem Bild Die Verzückung der hl. Elisabeth von Thüringen (von Ungarn) von Theoderich von Prag)

Name bedeutet: Gott ist Fülle (hebr.)

Landgräfin

* 1207 in Sárospatak in Nordungarn (?)

+ 17. November 1231 in Marburg

1) Elisabeth war die Tochter von.......... Andreas II. von Ungarn und Gertrud von Kärnten-Andechs-Meran. Im Geburtsjahr von Elisabeth fand der berühmte..................... auf der Wartburg bei Eisenach statt; Dichtung und ................. erzählen von der Anwesenheit des zauberkundigen Klingsor aus Ungarn und seinem prophetischen Hinweis auf die ..................... Elisabeth.

König, Sängerkrieg, Königstochter, Legende

2) Als Vierjährige wurde Elisabeth - unter ........................der politischen Interessen des Papstes Innozenz III. - mit dem damals elf Jahre alten Thüringer Landgrafensohn Hermann verlobt und zur................... in deutscher Umgebung und durch ihre Schwiegermutter Sophie nach Thüringen geschickt. Doch .................starb 1216, ein Jahr darauf auch sein Vater, als Herrscher stand nun der jüngere Ludwig an, der, nachdem er volljährig geworden war, 1218 als Ludwig IV. Landgraf wurde. Elisabeth, die am Hofe durch Frömmigkeit, Schönheit und Sittsamkeit aufgefallen war, aber nun ohne Gemahl dastand, sollte nach...................... zurückgeschickt werden; aber inzwischen hatte sich Ludwig in sie verliebt, 1221 - Elisabeth war 14 Jahre alt - wurde die Hochzeit gefeiert.

Erziehung, Einfluss, Hermann, Ungarn

3) Nach dem ...................ihres Mannes wurde Elisabeth mit ihren drei Kindern von ihrem Schwager Heinrich Raspe von der Wartburg vertrieben mit der Begründung, sie verschwende öffentliche Gelder für Almosen. In Eisenach fand sie keine Unterkunft, habe zunächst in einem Schweinestall gehaust. Bei ihrem Onkel mütterlicherseits, dem Bischof von Bamberg, fand Elisabeth dann mit ihren drei Kindern Aufnahme: er wollte sie wieder vermählen, aber Elisabeth lehnte selbst die Werbung von Kaiser Friedrich ab. Rückkehrende Kreuzfahrer brachten ihr................. und Gebeine Ludwigs; nach seiner feierlicher Bestattung musste man ihr auf Betreiben von Papst Gregor IX. ihr Witwengut herausgegeben. Legendär ist, dass Gregor, auf Franziskus' ausdrücklichen Wunsch, diesem den................. von den Schultern nahm und ihn Elisabeth zusandte.

Tod, Mantel, Ring

4) Im November.............. wurde Elisabeth krank; es heißt, dass ihre letzten Tage von kindlicher Heiterkeit überstrahlt waren. Wenige Tage vor ihrem Tod hatte sie eine ................von einem Vogel, der zwischen ihr und der Wand fröhlich sang und sie dazu bewegte, mitzusingen. Sie verschenkte ihre letzten Sachen und soll sogar noch ihre Gefährtinnen getröstet haben. Elisabeth starb mit vierundzwanzig Jahren, aufgezehrt in der Fürsorge für andere, und wurde in ihrem Franziskus-Hospital bestattet. Bereits vier Jahre nach Elisabeths Tod erfolgte ihre Heiligsprechung durch Papst ..................IX.

Gregor, Vision, 1231

(Ich zeige eine Folie)

Attribute: Korb mit Rosen, Korb mit Broten, Schüssel mit Fischen, Bettler

Patronin von Thüringen und Hessen, des Deutschen Ordens, der Caritasvereinigungen; der Witwen und Waisen, Bettler, Kranken, unschuldig Verfolgten, Notleidenden; der Bäcker und Spitzenklöpplerinnen

Bauernregeln: "St. Elisabeth sagt es an, / was der Winter für ein Mann." "Es kündet St. Elisabeth / was für ein Winter vor uns steht."

(ich zeige eine Folie mit dem Bild Johannes der Täufer in der Wüste von Christofano Allori)

Was sehen wir hier?

Wer ist das?

(ein Kind kann lesen)

Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste von Judäa und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! Denn dieser ist's, von dem der Prophet Jesaja gesprochen und gesagt hat (Jesaja 40,3): «Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg und macht eben seine Steige!» Er aber, Johannes, hatte ein Gewand aus Kamelhaaren an und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig. Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und ganz Judäa und alle Länder am Jordan und ließen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Sünden. Als er nun viele Pharisäer und Sadduzäer sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiß gemacht, daß ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße! Denkt nur nicht, daß ihr bei euch sagen könntet: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum: jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen.

(wir besprechen diesen Text)

Prophet, Täufer Jesu, Märtyrer

* 24. Juni 1 v. Chr. (?) in Ain-Karim bei Jerusalem (?)

+ nach 29 in Jerusalem (?)

(ich zeige eine Folie mit dem Bild Enthauptung Johannes des Täufers von Carel Fabritius) (die Kinder lesen weiter)

Und es kam dem König Herodes zu Ohren; denn der Name Jesu war nun bekannt. Und die Leute sprachen: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; darum tut er solche Taten. Einige aber sprachen: Er ist Elia; andere aber: Er ist ein Prophet wie einer der Propheten. Als es aber Herodes hörte, sprach er: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe, der ist auferstanden. Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes ergriffen und ins Gefängnis geworfen um der Herodias willen, der Frau seines Bruders Philippus; denn er hatte sie geheiratet. Johannes hatte nämlich zu Herodes gesagt: Es ist nicht recht, daß du die Frau deines Bruders hast. Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten und konnte es nicht. Denn Herodes fürchtete Johannes, weil er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war, und hielt ihn in Gewahrsam; und wenn er ihn hörte, wurde er sehr unruhig; doch hörte er ihn gern. Und es kam ein gelegener Tag, als Herodes an seinem Geburtstag ein Festmahl gab für seine Großen und die Obersten und die Vornehmsten von Galiläa. Da trat herein die Tochter der Herodias und tanzte und gefiel Herodes und denen, die mit am Tisch saßen. Da sprach der König zu dem Mädchen: Bitte von mir, was du willst, ich will dir's geben. Und er schwor ihr einen Eid: Was du von mir bittest, will ich dir geben, bis zur Hälfte meines Königreichs. Und sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des Täufers. Da ging sie sogleich eilig hinein zum König, bat ihn und sprach: Ich will, daß du mir gibst, jetzt gleich auf einer Schale, das Haupt Johannes des Täufers. Und der König wurde sehr betrübt. Doch wegen des Eides und derer, die mit am Tisch saßen, wollte er sie keine Fehlbitte tun lassen. Und sogleich schickte der König den Henker hin und befahl, das Haupt des Johannes herzubringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis und trug sein Haupt herbei auf einer Schale und gab's dem Mädchen, und das Mädchen gab's seiner Mutter. Und als das seine Jünger hörten, kamen sie und nahmen seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.

Sprach der hl. Johannes gut oder schlecht?

Lohnt sich immer die Wahrheit zu sagen?

Attribute: Fellgewand, Spruchband "Ecce Agnus Dei", Lamm

Patron von Burgund, Malta und der Provence, von Florenz und Amiens; der Schneider, Weber, Gerber, Kürschner, Färber, Sattler, Gastwirte, Winzer, Fassbinder, Zimmerleute, Architekten, Maurer, Steinmetze, Schornsteinfeger, Schmiede, Hirten, Bauern, Sänger, Tänzer, Musiker, Kinoinhaber; der Lämmer, Schafe und Haustiere; der Weinstöcke; gegen Alkoholismus, Kopfschmerzen, Schwindel, Angstzustände, Fallsucht, Epilepsie, Krämpfe, Heiserkeit, Kinderkrankheiten, Tanzwut, Furcht und Hagel

Bauernregeln: "Vor dem Johannistag / man Gerst und Hafer nicht loben mag." "Wenn die Johanniswürmer glänzen, / darfst Du richten Deine Sensen." "Bis zu Johanni kann´s mal regnen, / danach kommt er ungelegen." "Der Kuckuck kündet teure Zeit, / wenn er nach Johanni schreit."

Grab vom hl. Johannes der Täufers:

Legenden:

Nach syrischen Legenden begruben Andreas und Johannes den Leichnam in Samaria, dieses Grab wurde von Hieronymus bestätigt, im 4. Jahrhuindert wurde dort eine Kirche errichtet, deren Reste 1931 ausgegraben wurden. Die Städte Konstantinopel, Damaskus und Emesa behaupteten aber auch, das Haupt des Johannes zu besitzen; Überlieferungen berichten die Verbrennung der Gebeine durch die Ungläubigen in Sebaste, wobei aber Reliquien gerettet werden konnten.

In der Legenda Aurea ( Die goldenen Legenden aus Mittelalter) wird Johannes auch als Engel bezeichnet, nach Maleachi 3, 1: "Siehe, ich sende meinen Engel vor mir her"; in der östlichen Tradition wird er deshalb meist mit großen Flügeln dargestellt. Als Mittler im Jüngsten Gericht ist sein Platz traditionell zur Linken Christi.



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