Artur Marek Wójtowicz

Texte

Die Heiligen - Reformation

Klasse 5, Doppelstunde

Vor einem Jahr sprachen wir über die Heiligen in der katholische Kirche. Jetzt will ich auch etwas über die lutheranische und reformierte Kirche sagen. Diesen Kirchen haben die Heiligenverehrung aufgehoben. Deshalb will ich heute euch drei Personen zeigen. Eine aus Deutschland und zwei aus der Schweiz.

(Ich zeige eine Folie und die Kinder bekommen ein Blatt)

Martin Luther

Gedenktag evangelisch: 18. Februar, Gedenktag der Reformation: 31. Oktober

Name: nach Martin von Tours

Mönch, Theologe, Reformator

* 10. November 1483 in Eisleben

+ 18. Februar 1546 daselbst

(Die Kinder lesen – und ich erkläre diese Geschichte auch – 20 Minuten)

Martin Luther wuchs in der Grafschaft Mansfeld auf, wo sein Vater im Kupferbergbau beschäftigt war, später sogar eine Mine sein Eigen nannte. Martin besuchte die Domschule in Magdeburg und die Lateinschule in Eisenach. In Erfurt absolvierte er von 1501 - 1505 sein Grundstudium der Grammatik, Rhetorik, Logik und Metaphysik. Nach dem Abschluss des Studiums mit der Promotion zum Magister sollte er auf Wunsch des Vaters eine juristische Laufbahn einschlagen, doch am 2. Juli 1505 kam er bei Stotternheim nahe Erfurt in ein schweres Gewitter; aus Angst, vom Blitz erschlagen zu werden, gelobte er der Heiligen Anna, der Schutzpatronin der Bergleute, Mönch zu werden.

Vierzehn Tage später trat Luther in das Kloster der Augustinereremiten in Erfurt ein. Im Februar 1507 wurde er zum Priester geweiht. Er studierte Theologie in Wittenberg und Erfurt; 1512 begann er in Wittenberg eine Lehrtätigkeit als Theologieprofessor. Luthers theologisches Interesse galt besonders der Frage nach Gottes Gerechtigkeit und der Rechtfertigung des Menschen vor Gott; die Beschäftigung damit ließ ihn die etablierten Theologie und das Wirken der Kirchenleitung der Päpste in Rom zunehmend kritisch betrachten. 1510 konnte er nach Rom reisen, dort sah er die Macht und Pracht der päpstlichen Kirchenleitung, besonders deutlich an der Baustelle des neuen Petersdoms. Durch sein intensives Studium der Theologie des Apostels Paulus und von Augustinus gewann er mehr und mehr Gewissheit, dass der biblische Begriff "Gerechtigkeit Gottes" nicht einen zornigen und strafenden, sondern den gnädigen und barmherzigen Gott meint, der den Menschen wegen seines Glaubens mit Gnade beschenkt und so rechtfertigt.

Es kam zum Konflikt Luthers mit dem Ablassprediger Tetzel, der im Auftrag des Erzbischofs von Mainz 1517 durch die ostdeutschen Lande zog und Ablässe, also Schriftstücke mit der Zusicherung der Vergebung von Sünden, gegen Geld verkaufte. Luther predigte vergeblich gegen diese Geschäftemacherei, am 31. Oktober 1517 rief er mit 95 Thesen - angeblich an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen - zu einer akademischen Disputation auf. Luther ging es darin vor allem darum, dass Gottes Wort, wie es in der Bibel bezeugt ist, allein Richtschnur aller kirchlichen Verkündigung und Bräuche sein soll; kirchliche Traditionen dürften dagegen keine verbindliche Autorität haben.

(Ich zeige den Kindern diese Thesen und erzähle, was weiter geschah – 10 Minuten)

(Ich zeige eine Folie wie Luther die päpstlichen Bulletins verbrennt)

Das war der Gründer der evangelischen Kirche in Deutschland. Bis heute ist die evangelisch – lutheranische Kirche auch in den Vereinigten Staaten sehr stark verbreitet.

Jetzt betrachten wir die nächsten zwei Personen, die die Reformation in der Schweiz machten.

(Ich zeige die nächste Folie)

Huldrych Zwingli

Gedenktag evangelisch: 11. Oktober

Name bedeutet: reich an Erbgut (althochdt.)

Priester, Reformator

* 1. Januar 1484 in Wildhaus bei Toggenburg

+ 11. Oktober 1531 bei Kappel

(Die Kinder bekommen die Satzlücken)

1) Huldrych Zwingli wurde 1506 .................in Glarus und Feldprediger, als der er 1512 - 1515 an Schlachten in Pavia, Novara und Marignano teilnahm. 1515 lernte er Erasmus von Rotterdam kennen und erstrebte nun die von diesem angemahnte Läuterung der Kirche. 1519 wurde er Priester am Goßmünster in Zürich und begann "das Evangelium Jesu Christi zu predigen". Großen Einfluß übte ......................Auftritt bei der Leipziger Disputation 1519 auf Zwingli aus, immer schärfer wurden nun seine Angriffe auf die Strukturen und Lehren der Kirche. 1522 verfasste er seine Schrift "Vom Erkiesen und Freiheit der Speisen" mit scharfen Angriffen gegen gesetzliche Fastengebote. Im Januar und Oktober 1523 veranstaltete der Rat der Stadt ......................eine Disputationen zwischen Zwingli und dem Bischof von Konstanz zur Klärung der aufgebrochenen Streitfragen.

Martin Luthers, Pfarrer, Zürich

2) Die folgende zweite Disputation bewog den Rat zur Einleitung der Reformation in Zürich: der Rat setzte sich als verantwortliche kirchliche Obrigkeit und führte "nach der Schnur Christi" die..................... durch: alles, was nicht in der ........................begründet war, sollte abgeschafft werden. So wurden die Köster reformiert, die Liturgie der Taufe nach..................... Vorbild gestaltet, die Bilder in den Kirchen abgenommen, Prozessionen, Orgelspiel und Gemeindegesang, Firmung und letzte Ölung abgeschafft, die Zahl der Feiertage verringert, das Abendmahl in beiderlei Gestalt an einem Tisch abgehalten, ein Ehegericht eingeführt.

Luthers, Bibel, Reformen

3) Theologisch stimmte Zwingli weitgehend mit...................... überein, in den Konsequenzen war er sehr viel radikaler und konsequenter, ihm war die Neuordnung der Verhältnisse zentrales Anliegen, Zwingli war in alledem zugleich Politiker. Er schmiedete an einer großen...................... gegen die Habsburger; aus diesem Grund kam es durch Vermittlung von Philipp von Hessen 1529 zum Marburger Religionsgespräch zwischen Zwingli und Luther; eine Einigung war in vielen Fragen möglich, nicht jedoch in der Frage der Substanz der Elemente beim Abendmahl: während Luther die bis heute gültige katholische Lehre von der Wandlung der Elemente - aus Brot und Wein werden beim Abendmahl tatsächlich, real und endgültig Leib und Blut Christi - nur modifizierte -.......................... bleiben, was sie sind, bekommen aber tatsächlich und real zusätzlich die Eigenschaften von Leib und Blut Christi, beharrte Zwingli darauf, dass Brot und Wein "nur" Zeichen seien, die auf Leib und Blut Christi hinweisen.

Brot und Wein, Luther, Koalition

4) Seit diesem Zeitpunkt ging der lutherische Protestantismus getrennt vom reformierten, der von Zwingli und Johannes Calvin geprägt wurde. Zwinglis Reformation setzte sich v.a. in der Schweiz, dann in Frankreich und Norditalien durch, sie übte starken Einfluss aus auf die schottische und dann auf die anglikanische Kirche.

Das war der zweite Reformator und ersten aus der Schweiz, den in der Nähe arbeitete und zum Schluss bleibt uns der dritte Reformator aus dem deutschsprachigen Raum.

(Ich zeige dritte Folie)

Johannes Calvin

Gedenktag evangelisch: 27. Mai

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Reformator

* 10. Juli 1509 in Noyon in Nordfrankreich

+ 27. Mai 1564 in Genf

Johannes Calvin studierte in Paris und war dort tätig, als er wohl 1533 von den reformatorischen Lehren des Martin Luther bekehrt wurde. Er predigte heimlich diese neue Lehre, einer seiner Freunde wurde grausam gefoltert und hingerichtet, er selbst konnte sich einer Verhaftung nur knapp entziehen, musste immer wieder fliehen und unternahm Reisen in die Schweiz und nach Italien.

1536 wurde er auf der Durchreise in Genf von dem Prediger Guillaume (Wilhelm) Farel geradezu gewaltsam festgehalten und überzeugt, in Genf für die Reformation zu arbeiten. Er erarbeitete eine strenge Gemeindeordnung, die auf heftigen Widerstand stieß. 1538 wurden er und Farel abgesetzt und aus Genf verwiesen, 1541 wurde Calvin jedoch zurückgeholt. Seine Arbeit wurde nach jahrelangen Bemühungen allgemein anerkannt. Die von ihm gegründete Genfer Akademie wurde zur Hochschule des Calvinismus. Calvins übermäßiger Arbeitseinsatz zerstörte seine Gesundheit, nach jahrelanger Krankheit und langem Todeskampf starb er.

1) Hat Calvin die Lehre des Luthers gekannt? Ja oder Nein

2) Arbeitete er in Zürich? Ja oder Nein

3)Studierte er in Paris? Ja oder Nein

(Zum Schluss bekommen die Kinder die Fragen)

Wie hiessen die drei Reformatoren?

1) Martin......................

2) Huldrych..........................

3) Johannes..........................

Wer kam aus Deutschland?

Wer reformierte Genf?

Wer reformierte Zürich?

Wer hat die päpstliche Bulle verbrannt?



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