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(lat. „Untersuchung”) Ein spezielles Kirchentribunal war verantwortlich für die Untersuchungen aber auch für die Strafen. Diese Praktiken galten unter Papst Innozent III. (1160-1216) als Grundlage, da die Häresie den Menschen schadete. 1479 gründeten Ferdinand V. und Isabel von Kastilien — mit der Approbation des Papstes Sykstus IV. —die Spanische Inquisition. In dieser Zeit waren die Konvertiten von Judaismus und Islam des Lebens bedroht. Wenn die Beweise für diese Taten den Inquisitoren vorlagen, führten sie diese Personen vor den Zivilrichter, der die Strafe verhängte. 1542 schaffte Papst Paul III. ein spezielles Tribunal für die Inquisition.
Die Inquisition und die Kreuzzüge fanden gleichzeitig statt.
Die Inquisition — gegen Häretiker
Die Kreuzzüge — um die heilige Stadt zu befreien.
Ein Beispiel:
1095-1099 fand der 1. Kreuzzug statt. 1119 verurteilte das Konzil von Toulouse diejenigen, die nicht an den Katholizismus glaubten.
1135 startete eine neue Welle der Ketzerei von Osten nach West- und Südeuropa. Von 1147-48 fand der 2. Kreuzzug statt.
Ab 1233 waren die Dominikaner für die Inquisition verantwortlich
Die wenigsten, die das Wort "Hexe" hören, werden wohl gleich an Hexenprozesse, Scheiterhaufen oder an einen Pakt mit dem Teufel denken.
Nein, viele erinnern sich zumindest auch an die gute, alte Märchenhexe, die mit ihrem krummen Buckel, auf dem oft ein weiser Rabe sitzt, ihrer krächzenden Stimme und ihrer ekelerregenden Warze auf der ungeformten Nase vielen Menschen Angst und Schrecken einflößte. Entweder lockt sie verirrte Kinder in ihr Knusperhäuschen, um sie zu töten oder sie ist die böse Stiefmutter, die ihren unschuldigen Opfern um jeden Preis Schaden zufügen will. Eine typische Hexe, so heißt es, sei alt, verwitwet oder unverheiratet und arm gewesen. Ein nettes Gegenbeispiel hiezu stellt "die kleine Hexe" von Ottfried Preußler dar, die dem bösen Klischee der landläufigen Vorstellung einer Hexe widerspricht. Sie fällt durch ihre guten Taten und durch ihre Hilfsbereitschaft auf.
Hexe (althochdeutsch hagzissa, ein sich auf [Grenz-]Zäunen aufhaltendes dämonisches Wesen). Im Volksglauben bezeichnen Hexe oder Hexer zauberkundige Personen, die durch magische Kräfte Schadenszauber gegen andere Menschen durchzuführen vermögen.
In Hexensagen jedoch wird meist von einer weiblichen Person berichtet, die sich dank ihrer besonderen Fähigkeiten, wie die Verwandlung in Tiergestalten, mit dem Satan verbündet haben soll.
Auch der Hexensabbat (beispielsweise die Walpurgisnacht), an dem die Hexen ausgelassen um Mitternacht um ein großes Feuer tanzen, fasziniert bis in die heutige Zeit, so dass sich viele Künstler und Schriftsteller mit diesem Schauspiel auseinander setzten.
Die älteste Wortform für "Hexe", das althochdeutsche hagazussa, wie viele weitere Begriffe wurden als Tabuname verwendet. "Diese Hexe war ein kindermordendes, menschenfressendes, nachts herumschwebendes weibliches Gespenst, das mit schädigendem Zauber noch nichts zu tun hatte, also ein Dämon, der zum Teil auch menschlich gedeutet wurde."
(Ich zeige eine Folie mit der Statistik, wie alt die Hexen waren und wie viele davon Frauen und Männer waren)
(Ich zeige die Folie)
Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit auf dem Gebiet von Sachsen-Anhalt
Im späten Mittelalter kam es in verschiedenen Gegenden Europas zu den ersten Verfolgungen von Hexen und Zauberern. Diese fußten auf der Vorstellung, dass Menschen in verschiedener Weise mit dem Teufel Verbindung aufnehmen können, wodurch sie zu übernatürlichen Handlungen, besonders zum Schadenszauber, befähigt würden. Der Glaube an die Existenz und die Macht des Teufels war im Mittelalter und beim Übergang zur Moderne allgegenwärtig. [...] Insgesamt kann heute davon ausgegangen werden, dass etwa 40.000 Menschen den Hexenprozessen in Deutschland zum Opfer gefallen sind, d.h. getötet wurden. Im Rahmen der Recherchen zum Territorium Sachsen- Anhalts konnten mehr als 150 Prozesse ermittelt werden [...] Die Verfahren bzw. Verurteilungen können auf Grund der Überlieferungen der Prozesse nicht mehr flächendeckend für das Gebiet Sachsen-Anhalts erfasst werden. Sicher ist jedoch, dass das mitteldeutsche Gebiet nicht zu den Zentren der Verfolgungen gehörte, auch wenn hier die archivarische Aufarbeitung bisher mehr exemplarisch für einzelne Orte erfolgte.
(Jetzt zeige ich den Schülern die Folie)
Liste bisher bekannter Prozesse für das Territorium des heutigen Sachsen-Anhalts
Aken (1635 - 1 Hexe; 1655 - 1 Hexe) Ballenstedt (1625 - Margarethe Borßacker; 1625 - Barbara Niedhardt; 1688 - Margarethe Kirchberg/Reinstedt sowie eine 2. Frau; 1688 - Ehemann der Margarethe Kirchberg; 1688 - Anna Teichmann) Bar(de)leben (1663 - Catharina Ebelings) Bennungen (1684/1704 - Georg Thelemanns Frau) Bernburg (1580 - 3 alte Zauberinnen) Burg (1600 - 1 Hexe; 1616/1619 - 10 Hexen, angesehene Bürgerfrauen) Coswig (1630 - Margarete Wochin; 1659 - Catharina Merbitz; 1666-1672 - Anna Schotte) Derenburg (1555 - Groebische und Gißlersche u. der Mann der Groebschen; 1555 - Sercksche; 1656 - Ursel Hufner) Dessau (1588 - Grasenackin; 1589 - Martha v.d. Weyde; 1590 - Frau Drewes, Barbara Bussin, Barbara Fiedler, Barthel Schwäbin,Thomas Fuchsin, 1590 - Eva Hicken, 1591- Elisabeth Langen, 1591 - Donat Seidiger; 1591 - Merten Frenzels Frau; 1591/92 - Dorothea Blumen u. Schwester Anna; 1594 Anna Popitz; 1594 - Ilse Langner) Egeln (1612 - 5 Hexen) Elbingerode (1540 - 10 Hexen, Brunsche, Gesen Hertische, Steinkuhlsche, Grete Wroist sowie 6 weitere beschuldigte Frauen; 1601 - 1 Hexe; 1603 - Mette Daume) Frankenhausen (1653 - 1 Hexe) Gardelegen (1544 - 5 Hexen; 1588 - 1 Hexe; 1654 - 1 Frau aus Akendorf) Gewersleben (1580 - 1 Hexe) Halberstadt (1656 - 1 Hexe) Halberstadt/Neindorf (1577 - Witwe Sievert) Halberstadt/Gröningen (1590 - erst 11, dann 9 Hexen) Halberstadt/Rohrsheim 1597/1598 - mehrere Hexen) Halle/S. (1487 - eine Hebamme; 1497 - ein Braumeister; 1510 - Kopenhickerin; 1595 - eine lahme Frau; 1601- ein alter Schleifer; 1604 - Christina, Thor-Ursel, Bockin, Haferkastin u. 1 Unbekannte, Herzbacherin; 1619 - Gabriel v. Lüderitz; 1624 - Stadtknecht Heinrich; 1628 - Bader-Lene; 1655 - Katharina Blume; 1662 - Mutter eines Pastors; 1664 - Frau Linken; um 1660 - ein Totengräber) Halle/Giebichenstein (1664 - Margarethe Kulbin) Ilsenburg (1637 - Emerentia Koch; 1708 - Heinrich Dammer) Jonitz/ Ortsteil von Dessau (1592 - Margarethe Schulze); Köselitz (1657 - Margarethe Kieseler) Köthen (1582 - 1 Frau) Krimderode (1658 - Anna Tauten) Magdeburg (1592 - 5 Hexen) Im Mansfeld (1560 - etliche alte Weiber) Naumburg (1604 - 1 Hexe) Niedersachswerfen (1562 - Christina Ulrichs) Oldisleben (1680 - Marie, Jacob Kladens Eheweib) Osterburg (1761- 1 Hexe) Osterode (1572 - Grete Mankopf) Quedlinburg (1569-1598 - mehr als 30 Hexenprozesse; 1570 - Magdalena Hermes; 1575 - Margarethe Oden aus Dittfurt; 1591 - 1 Hexe; 1602 - Agnete Flügge; 1603 - 1 Hexe; 1626/1629 - 1 Angeklagter; 1637 - 1 Angeklagter, 1644 - 1 Hexe; 1663 - Witwe Amelang) Rossla (1645/1656 - Katharine Oelschläger, Jacob Schneidewinds Frau) Sachsenburg/Amt (1669 - Liese Esperstedtin) Sangerhausen (1577 - Weib von Peter Molensen) Schönebeck/Groß Salze (1607 - Witwe Katharina Heitmann, 1616 - Ursula Voigt u. Grete Gräfe; 1617 - Anna Heitmann, Anna Hartmann; 1618 - Anna Schlemmer; 1619 - Gertraud Zippers, Maria Kleinecke, Line Dorer; 1632 - Anna "Schwein" u. Lene Jahn; 1656 - Netebandsche; 1660 - Hermigsche) Schwenda (1684 - Frau des Jacob Poppen) Stolberg/Harz (1544 - 1 Hirt; 1656 - 4 Hexen, darunter Inquisitin Burchards, Anna Davids; 1657 - 2 Bürgerfrauen; 1664 - Margarete Köhler) Straßberg (1584 - Kunigunde Hentze) Wernigerode (1521- 3 Zauberinnen; 1523 - Alheit Rufugs u. Alheit Stegs; 1582 - Niemannsche; 1582 - Hans Winter; 1583 - Mette Fliß (nennt weitere 4 Drübecker Frauen; 1583 - 3 Frauen; 1583 - Katharina Teichgräber; Anna Suprang, Marte Langen; 1588 - Anna Krimpen u. Anna Hintze; 1597 - Agnete, Drewes Hintzes Frau, Zillie, Drewes Blumen Witwe, Richtersche, Hans Bruns Frau sowie 12 weitere Hexen, darunter Ilse Arneken von Darlingerode, Katharina Bernburg u. weitere 5 Auswärtige; 1600 - 8 Hexen; 1601 - Jürgen Jordan; 1603 - 1 Zauberer; 1611 - Emerentia Kreisner aus Ilsenburg; 1637/38 - Anna Sperling u. die Hintze; 1655 - Bader Hans Wagenfeld; 1663/1665 - Elisabeth Hademers) Wittenberg (1540 - 4 Hexen u. Zauberer, 5. Beschuldigter) Zerbst (1582 - 2 Frauen)
1487 veröffentlichte der Papst ein Bulletin "Hexenhammer" (Malleus Maleficarum) verfasst von Heinrich Institoris (Krämer) und Jakob Sprenger. In ihrem Werk wurde die Frau als Hauptfeindin der Kirche gesehen. Ihr Buch schreibt das Zauberdelikt hauptsächlich den Frauen zu und befürwortet auch den Gebrauch der Folter. Durch die genauen Anweisungen zum Verlauf eines Hexenprozesses wurde es zum Strafkodex der Gerichtspraxis in Hexenprozessen in Mitteleuropa bis ins 17. Jahrhundert. Die letzte Hexenverbrennung findet in Frankreich jedoch erst 1745 statt.
Im Hexenhammer (Malleus Maleficarum), ein Anleitungsbuch zur Hexenverfolgung, findet man eine ähnlich Aussage: "Also schlecht ist das Weib von Natur, da es schneller am Glauben zweifelt, auch schneller den Glauben ableugnet, was die Grundlage für die Hexerei ist."
Warum gab es die Inquisition?
Die heutigen modernen und aufgeklärten Menschen haben sich daran gewöhnt die Welt mit den Augen der Naturwissenschaft zu sehen. Sie sehen selbst eindrucksvolle Naturereignisse wie Vulkanausbrüche, Erdbeben, Hochwasser und Sonnenfinsternisse in der Regel sehr sachlich und kühl, eben nur unter (natur-) wissenschaftlichem Aspekt. Sie verbinden nicht, wie die Menschen im Mittelalter, ein abgrundtiefes Geheimnis mit Gewitter, Hagel, Dürre, Pest, Siechtum und Sterben.
Die Menschen im Mittelalter hingegen suchten für diese negativen Ereignisse, auf Grund ihres Unwissens, einen Sündenbock, den sie u.a. in den Hexen und Hexerichen fanden. Diesen Frauen und Männer haben den damaligen Menschen Zauberkräfte nachgesagt, ihnen wurde vorgeworfen einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und so Unheil über die Menschen gebracht zu haben.
Durch die Einrichtung der Inquisition 1227 kam es allerdings im weiteren Verlauf zur Gleichsetzung der Begriffe Ketzerei und Hexerei.
Schon 1275 kommt es deswegen zur ersten beglaubigten Hexenverbrennung in Toulouse.
Die planmäßige Verfolgung der Hexerei durch die Inquisition und somit auch durch die Kirche begann dann in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.
Hier bildete sich durch die Vermischung der meisten Elemente des Zauberwahns mit der Ketzervorstellung auch der Hexenbegriff heraus.
Zum Hauptschauplatz der Hexenverfolgung und des Massensterbens wurde Südfrankreich.
Den Anstoß hierzu gab Papst Johannes XXII., denn dieser vom Zauberwahn besessene Papst ließ den Bischof seiner Heimatstadt Cahors 1317 wegen Hexerei verbrennen.
1320, drei Jahre später wies er dann an, in den französischen Bistümern Toulouse und Carcassonne alle Hexen und Zauberer zu verbrennen.
Diesen Befehl dehnte er 1326 auf den gesamten Herrschaftsraum der römisch katholischen Kirche aus, was dazu führte, dass im ganzen Land immer mehr Scheiterhaufen aufloderten.
1431 wurde Jeanne d`Arc von einem Kirchengericht nunmehr wegen Ketzerei verurteilt und in Rouen verbrannt, ihr Urteil wird allerdings 1456 von der Kirche widerrufen. Kurze Zeit später wird sie von der katholischen Kirche Heilig gesprochen, dies hatte seinen Grund jedoch wohl eher in der damaligen politischen Situation in Frankreich.
Die Strafen: Nur Ketzer, die sich schon vor der Verfahrenseröffnung selbst bezichtigten, konnten Gnade erwarten. Sie wurden beispielsweise verpflichtet eine Wallfahrt zu machen oder eine Geldbuße zu zahlen. Von Tod, Verbannung, Gefängnis oder Konfiskation blieben sie verschont.
Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte ihm die Totenklage gehalten und ihn begraben in seiner Stadt Rama. Und Saul hatte die Geisterbeschwörer und Zeichendeuter aus dem Lande vertrieben.
Als aber Saul das Heer der Philister sah, fürchtete er sich, und sein Herz verzagte sehr. Und er befragte den HERRN; aber der HERR antwortete ihm nicht, weder durch Träume noch durch das Los «Licht» noch durch Propheten. Da sprach Saul zu seinen Getreuen: Sucht mir ein Weib, das Tote beschwören kann, daß ich zu ihr gehe und sie befrage. Seine Männer sprachen zu ihm: Siehe, in En-Dor ist ein Weib, das kann Tote beschwören. Und Saul machte sich unkenntlich und zog andere Kleider an und ging hin und zwei Männer mit ihm, und sie kamen bei Nacht zu dem Weibe. Und Saul sprach: Wahrsage mir, weil du Geister beschwören kannst, und hole mir herauf, wen ich dir nenne. Das Weib sprach zu ihm: Siehe, du weißt doch selbst, was Saul getan hat, wie er die Geisterbeschwörer und Zeichendeuter ausgerottet hat im Lande; warum willst du mir denn eine Falle stellen, daß ich getötet werde? Saul aber schwor ihr bei dem HERRN und sprach: So wahr der HERR lebt: es soll dich in dieser Sache keine Schuld treffen. Da sprach das Weib: Wen soll ich dir denn heraufholen? Er sprach: Hol mir Samuel herauf! Als nun das Weib merkte, daß es um Samuel ging, schrie sie laut und sprach zu Saul: Warum hast du mich betrogen? Du bist Saul. Und der König sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Was siehst du? Das Weib sprach zu Saul: Ich sehe einen Geist heraufsteigen aus der Erde. Er sprach: Wie ist er gestaltet? Sie sprach: Es kommt ein alter Mann herauf und ist bekleidet mit einem Priesterrock. Da erkannte Saul, daß es Samuel war, und neigte sich mit seinem Antlitz zur Erde und fiel nieder. Samuel aber sprach zu Saul: Warum hast du meine Ruhe gestört, daß du mich heraufsteigen lässest? Saul sprach: Ich bin in großer Bedrängnis, die Philister kämpfen gegen mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht, weder durch Propheten noch durch Träume; darum hab ich dich rufen lassen, daß du mir kundtust, was ich tun soll. Samuel sprach: Warum willst du mich befragen, da doch der HERR von dir gewichen und dein Feind geworden ist? Der HERR hat dir getan, wie er durch mich geredet hat, und hat das Königtum aus deiner Hand gerissen und David, deinem Nächsten, gegeben.
Warum hätte Saul das nicht machen sollen?
Wie spricht die Katholische Kirche heute darüber?
KKK 2116: Sämtliche Formen der Wahrsagerei sind zu verwerfen: Indienstnahme von Satan und Dämonen, Totenbeschwörung oder andere Handlungen, von denen man zu Unrecht annimmt, sie könnten die Zukunft „entschleiern" [Vgl. Dtn 18,10; Jer 29,8.]. Hinter Horoskopen, Astrologie, Handlesen, Deuten von Vorzeichen und Orakeln, Hellseherei und dem Befragen eines Mediums verbirgt sich der Wille zur Macht über die Zeit, die Geschichte und letztlich über die Menschen, sowie der Wunsch, sich die geheimen Mächte geneigt zu machen. Dies widerspricht der mit liebender Ehrfurcht erfüllten Hochachtung, die wir allein Gott schulden.
Mit der Zeit wurden aus der Inquisition Religionskriege. Und in Europa hiess die Regel: Cuius regio eius religio.
Die Beispiele:
Inquisition in der Schweiz
1431 - 1460 - In der Tessiner Leventina fanden 40 Hexenprozesse statt.
1553 - Calvin führte einen Prozess gegen den spanischen Arzt Michael Servet. Servet wurde als Ketzer verbrannt.
Religionskriege:
1531 - im November standen sich in Kappel (Kanton Zürich) die reformierten und katholischen Truppen der Eidgenossenschaft gegenüber. In diesem Jahr führte der Fürstabt Diethelm Blarer von Wartensee die äbtische Landschaft wieder zum katholischen Bekenntnis zurück. Lediglich in den thurgauer Pfarreien mussten die Fürstäbte auch das reformierte Bekenntnis gestatten.
24. Januar 1656 - . die Berner Truppen wurden bei Villmergen von den Katholiken (Luzern) in blutiger Schlacht geschlagen. Ihre Verluste waren 573 Tote, 396 Verwundete und 60 Gefangene, während die Katholiken nur 28 Tote und etwa 300 Verwundete zu beklagen hatten.
1769 - Im calvinistischen Genf (Genève) war bis zu diesem Jahr der katholische Gottesdienst bei Todesstrafe verboten. In diesem Jahr kamen 700 flüchtige französische Priester nach Genf (Genève).
In der Welt:
Ich erkläre als Beispiel die Situation von England (1533) (Die Folie mit Heinrich VIII. — Stammbaum). Wagner Musik.
(Jetzt zeige ich die Folie: Drama I „Heinrich VIII. Thomas Morus, Katharina von Aragon, Anna Boleyn„ und Drama II „Königin Maria und seine Schwester Elisabeth„)
"In manchen Zeiten der Geschichte haben die Christen bisweilen Methoden der Intoleranz zugelassen..." Papst Johannes Paul II.
So hat Papst Johannes Paul II. am Aschermittwoch, dem 12. März 2000 in einer bedeutenden Veranstaltung zum Heiligen Jahr im Petersdom mit seiner Botschaft "ERINNERN UND VERSÖHNEN - Die Kirche und die Verfehlungen in ihrer Vergangenheit" die von uns zu behandelnden Ereignisse über die Katharer- und die Hexenverfolgung erstmals in ein Schuldbekenntnis einbezogen, indem er um Vergebung für die Verfehlungen der Kirche insoweit gebeten hat.
Das ist in der Kirchengeschichte etwas Neues, ja ein geradezu historisches Ereignis gewesen, denn die Bitte um Vergebung für begangene Schuld gab es so noch nie. In der gesamten Kirchengeschichte kennen wir nämlich keine von der Kirche selbst vorgetragene Bitte um Vergebung für Verfehlungen der Vergangenheit. Johannes Paul II. ging aber einen wesentlichen Schritt weiter, denn er bedauerte die Fehler nicht nur, sondern er bat in feierlicher Form dafür um Vergebung.
Zusammenfassung:
Am Anfang können wir über „die brennenden Haufen” nachdenken. Es ist wahr, dass 1197 diese Strafe von Peter aus Aragon eingeführt und 1224 von Friedrich II. akzeptiert wurde. Aber man muss wissen, dass in der Rennaissance mehr Scheiterhaufen (z. B. Giordano Bruno) entzündet wurden als im Frühmittelalter. Der große Inquisitor konnte nur über die Häresier entscheiden. Er konnte niemanden verurteilen. Die Strafe durfte nur ein Richter des zivilen Gesetzes aussprechen, Hexen aber wurden sehr selten verurteilt. Die strengste Strafe, die der große Inquisitor verhängen konnte, war das Gefängnis. Der italienische Historiker Ludwig Firpo behauptete: „Vor dem Tribunal waren mehr Kriminelle als Häretiker. Also hatten die Tribunale die Bevölkerung vor Kriminellen geschützt. Hier kann man ein Beispiel zeigen: Henrik aus Böhmen wurde 1429 wegen Satanismus verurteilt.
Die Politiker sagen, dass die katholische Kirche Menschen ermordet habe. Sie vergessen dabei, dass in der Kolonialzeit viel mehr Indianer und Afrikaner durch die Aristokratie ermordet wurden. Die Protestanten vergeßen auch, dass sie viele Katholiken getötet hatten.Es war doch Calvin, der erlaubte, den Arzt Servet zu verbrennen. Oder z. B. Pastor Matthew, der die Erlaubnis gab, im Jahr 1692 in Salem neun mutmassliche Hexen zu verbrennen.
Hat die protestantische Kirche nicht das Gesetz der Liebe oder nicht? Aber vielleicht sprechen die Protestanten nicht gerne über diese Themen?
Wenn wir aufmerksam auf das XVI.. und das XVII. Jahrhundert schauen, merken wir, dass es auch Schuld bei den Protestanten gibt.
(Ich zeige die Folie mit dem Nekrohaus „Akron„)
(Ich stelle eine offene Frage)
2003 (3 Mal 2 Stunden)