Artur Marek Wójtowicz

Meine Texte

Die polnische Föderation COMBAT KALAKI (P.F.C.K.)

Combat Kalaki Arcanis basiert zur Hauptsache auf den ältesten philippinischen Kampfhandlungen und Kampfabwehrkünste beim Nahkontakt. Die Methoden sind ähnlich wie im Kalaki Arcanis System. Shioka Glariagi, Professor an der Universität in Manila (Philippinen) hat die Lehre für die geschichtlichen Kampfwurzeln gegründet. Im Kalaki sind drei Hauptformen: A, B und C sowie fünf Stufen (1 - 5). Kalaki das ist ein 18 - System, also alle Stufen haben 18 Grundschläge und Blockierungen. Es gibt die Stabtechnik, die Technik mit zwei Stäben, die Stabtechnik für Fortgeschrittene, die Stäbe und das Messer, und auf der fünften Stufe lehrt man den Umgang mit dem Schwert. Der offizielle Propagator von Kalaki war The Millennium School of Martial Arts in Adelaide (Australien) mit Kalauman Christopher Nasilowski (VIII Dan), dem Präsidenten der International Combat Kalaki Arcanis Association (I.C.K.A.A.).

Der Anfang der philippinischen Kampfkünste in Polen war im ersten Halbjahr 1998. Die ersten Gruppen von Begeisterten gab es schon früher, aber waren sie nicht organisiert, sondern hobbymässig. Das erste philippinische System in Polen war Kalaki Arcanis, das aus Australien eingeführt wurde. Im Juli 1998 kam der Meister Nasilowski nach Olesnica in der Nähe von Wroclaw. Er hat da das erste Seminar für Instruktoren organisiert. Der damalige Präsident für Polen wurde der Direktor der Kampfschule in Olesnica DO.SAN - Maja-Rajah Jan Nycek (V Dan) geworden. Jetzt ist er auch Vorsitzender der P.F.C.K., Exekutivdirektor des I.C.K.A.A., Direktor für Polen in der World Eskrima Kali Arnis Federation (W.E.K.A.F.) und Vertreter der Cacoy's Doce Pares Federation in Polen.

1977 hatte Jan Nycek seinen ersten Kontakt mit den Kampfkünsten in der Soldatenkampfkunst. Die Unterrichtstunden wurden von Soldaten geführt und in anbetracht der häufigen Kaderwechsel war keine Rede davon, einen konkreten Stil zu üben. In dieser Zeit hatte er verschiedene Instruktoren kennen gelernt. Sie hatten z. B. Kung Fu, Kyokushin Karate und Taekwondo gelehrt. Er hat dort etwa 3 Jahre trainiert, dann begann er 13 - jähriges Abenteuer mit Taekwondo ITF. 1993 bekam er den III. Dan. Bei Kämpfen mit seinen Freunden griff er zu Hebeln gegriffen, die außerhalb des Programms von Taekwondo waren. Diese Elemente gaben ihm die Motivation zur weiteren Suche. In der Zwischenzeit traf er Vince'a Palumbo und auch Soke Briana Dosetta. Unter dessen Führung bekam er den IV. Dan in Aiki Jitsu. Eine wichtige Etappe auf seinem Weg war eine Begegnung mit Yun Jung Do.

Er sagt über dieses System: "Die Methode des Meisters Young Ku Yun für das Verständnis und die Annäherung an die Kampfkunst hat mir sehr gefallen. Die Person des Meisters Yun hat auf mich großen Eindruck gemacht. Obwohl sein Lehrprogramm sehr modern war, war er in manchen Punkten entfernt von meinen früheren Entwicklungsgrundlagen mit voller Vorbereitung der physischen und geistigen Seite". Jetzt ist sein Meister Christopher Nasilowski, der ihm einen anderen Blick in die Kampfkünste gezeigt und in ihm das Interesse am Kalaki - System geweckt hat, welches aus der philippinischen Tradition herzuleiten ist.

In Polen wurde Kalaki stark modifiziert. Die Elemente von Kalaki Arcanis sind geblieben und dazu sind die Elemente BAS-3 gekommen. Diese wurden 1982 für Soldaten und Polizisten vorbereitet. Alle Änderungen sind in der Millennium - Schule vorbereitet worden. Der Gründer von BAS - 3, Dr. Andrzej Bryl war ein Schüler vom Meister Glariaga. Wegen diesen Modifikationen wurde das neue System Combat Kalaki gegründet.

Der heutige Combat entspricht der Theorie von Jan Nycek: "Im Grunde genommen suchte jemand einen Weg in die Kampfkünste und fand zwei Elemente. Natürlich sind die Proportionen verschieden. Aber immer entwickelt sich auf der einen Seite das Fernostgeheimnis mit seinen Kampfmethoden (die bis zur Perfektion gehen), auf der anderen Seite ist die Kampfkonfrontation, wo die Einfachheit, der Kampfgeist und der Angriff gewinnen. Es ist sehr wichtig, die Kontrolle über diese zwei Aspekte zu haben. Die Annäherung zum Combat gibt das Verständnis für Personen, die im Kampf effizient sind. " Er sagt weiter: "Natürlich macht keine Übung den echten Combat aus, nur, weil sie Kampf ist, mit einem Sieger und einem Verlierer und nicht mehr. Persönlich ich bin der Meinung, dass wir nicht alles auf des Messers Schneide stehen lassen können, und nur die Alternative "entweder - oder" zeigen. Ich meine, wir können und müssen diese zwei Elemente verbinden. Das ist ein Zeitbedürfnis. Wenn wir genau hinschauen, dann merken wir, dass ein ursprüngliches Element im menschlichen Leben der brutale Kampf ist. Dann versuchte man plötzlich die Kunst, die Aggression zu minimieren. Selbst Combat ist böse, aber trotzdem notwendig für den Schutz. Es ist ähnlich in der Kampfkunst. Sie ist nicht immer der ideale Schutz. Ich möchte jetzt gut verstanden werden. Ich finde überhaupt nicht, dass Kampfkünste eigentlich böse sind, ich möchte nur zeigen, dass die starke Ähnlichkeit zur Tradition nur viele Kopien macht, um Techniken zu zeigen (vielleicht sehr interessant, aber unwirksam). Die Kampfkünste sind viel wirksamer als für den Kampf unbedingt notwendig. Selbstverständlich spielt die Kontrolle und die Erfahrung des Trainers eine wichtige Rolle im Training".

In Anbetracht des großen Interesses an diesen Kampfsystemen wurde die Föderation gegründet. Sie soll dieses Kalaki-System im Land und auf der ganzen Welt propagieren. 1999 machte man erste Schritte, die Polnische Föderation Combat Kalaki zu gründen. Im April 2000 war endlich alles fertig. Zu den Hauptzielen diese Föderation gehören die Hilfe für die Trainer bei Werbung, Medien und Lehrform. Die Föderation gibt die Möglichkeiten und Hilfe für die Mitglieder, an verschiedenen Land- und Weltturnieren teilzunehmen. Diese Aktivitäten sind für Leute und Clubs eine Hilfe, um die Veranstaltungen zu organisieren. Das dritte Ziel unserer Föderation ist, den Zusammenhang zwischen den Kampfkünsten und den Kämpfen zu zeigen. In kurzer Zeit haben wir starke Strukturen aufgebaut. Wir zählen heute etwa 3 000 Mitglieder. Die Unterrichtstunden für Combat Kalaki führen heute 46 Trainer in 56 Orten in ganz Polen. Das ist ein effektives System für Polizei, Staatspolizei, und die verschiedenen Schützenvereine. Regelmäßig machen wir Seminare, die unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, ihre Fertigkeiten zu verbessern. Bis heute haben wir viele Combat Kalaki Turniere (auch zwei Meisterschaften) in Polen durchgeführt. Obwohl das noch sehr junge Strukturen sind, können wir uns in der Kampfkunstwelt sehen lassen. Am 25. Nov. 2000 waren in Wroclaw die ersten Combat Kalaki Meisterschaften. Es haben 311 Wettkämpfer aus 32 polnischen Clubs teilgenommen.

Unsere Organisation ist auch außerhalb von Polen bekannt. Im Jahr 2000 an den internationalen Meisterschaften W.E.K.A.F. auf Cebu (Philippinen), ist die Mannschaft P.F.C.K. mit fünf Personen mit drei Medaillen zurückgekommen (zwei silberne und eine bronzene). Später wurde es noch besser. An den Weltmeisterschaften Cacoy's Doce Pares Federation in Los Angeles (USA) im Jahr 2001 errang die polnische Delegation zwei Weltmeisterschaftstitel. Im März 2001 in Los Angeles, gewann die Gruppe, die unter Jan Nycek trainiert hatte, 9 Medaillen. Im Mai des gleichen Jahres sagte der Gründer dieser Mannschaft in Polen, Richard Bustillo: "Die polnische Mannschaft hat ein sehr hohes Niveau gezeigt. Sie hat auch sehr gute Kämpfer. Niemand hätte eine so gute Leistung erwartet. Ich habe bemerkt, dass die Polen kämpfen können, und ich möchte die polnische Föderation Combat Kalaki näher anschauen". Im Juni 2001 nahm die polnische Delegation an den europäischen Mannschaften W.E.K.A.F. in Bristol (UK) teil. Sie ist mit 6 Medaillen zurückgekommen ( davon zweimal Gold). Nach drei Monaten, im September, erkämpften die Polen im Englandpokal 7 Medaillen und schafften einmal ein Remis im Kampf gegen England. Nach diesen Resultaten bemerkten viele Meister aus den Philippinen die polnische Repräsentation. Jetzt arbeiten sie mit den größten Weltautoritäten z. B. dem grossen Krieger der zur Philippinischen Cacoy Canete. P.F.C.K. gehört jetzt zu dieser Organisation und ist auch ein Mitglied von W.E.K.A.F. und I.C.K.A.A.

Ein neues Buch dieser Föderation, "Combat Kalaki, wie eine Kampfkunstalternative aus der Tradition der philippinischen Krieger entsteht", macht Werbung für die philippinische Kampfkunst in Polen. Das ist das erste Buch in Polen über philippinische Kampfkunsttraditionen in moderner Form - Combat Kalaki. Das Ziel dieses Buches ist, der Grundinformation über die polnische Föderation Combat Kalaki zu dienen und soll aufzeigen, was das Combat Kalaki System ist. Es hat viele bunte Bilder, die Kampftechniken, Handtechniken, Messer, Schläge und Hebel zeigen. Das sind die beiden Elemente für verschiedene Kampfkünste. Ein großer Teil steht für das, was aus den Philippinen kommt. Es zeigt die gleichen Techniken mit dem Stab oder dem Messer. Viele Leute meinen, dass das Kämpfen mit den Waffen sehr einfach sei. In der Realität schließen die schlechte Verständigung und die Technik nicht das Messer- oder Stabgefühl aus. Außer diesen Techniken sind da auch Probleme wie: Rituale im Sportsaal, oder die verschiedenen Atmungsmethoden und ihre Ziele. Dieses Buch hat nicht nur eine technische Seite. Beim nicht zu großen Wissen der Polen über die Philippinen hat es einen ausführlichen geschichtlichen Teil. Es zeigt die ganze geschichtliche Skizze des Archipels. Es gibt den Leserinnen und Lesern Informationen über das Umfeld der philippinischen Kampfkünste. Im Allgemeinen können wir sagen, dass das Buch "Combat Kalaki" die Kampfkünste erklärt. Es zeigt Grundsätze, die jedermann interessieren können sowie die speziellen Elemente der einzelnen Techniken.

Das nächste Ereignis im April dieses Jahres ist der erste Polen-Besuch des Meisters in Cacoy'a Canete. Dieses Ereignis hat für mich auch einen sehr persönlichen Aspekt, weil ich dann die Prüfung für den VI. Dan absolvieren werde. Außerdem organisieren wir im Sommer das Schulungslager mit dem Meister Christopher Nasilowski und erwarten auch den Besuch des Meisters Brian Dosett (Trainier Aiki Jitsu). Verschiedene Turnierveranstaltungen in diesem Jahr sind auch im April die Gruppenmeisterschaften in Polen, die der Meister Krzysztof Gajewski in Lódz organisiert, und im Mai die Meisterschaften um den polnischen Pokal in Kraków, masowische Meisterschaften in Wyszków und polnische Meisterschaften in Combat Kalaki im November in Warszawa. Betreffend internationale Turniere haben wir auch verschiedene Pläne: Das Freundschaftstreffen Polen - Italien und die Teilnahme an den Weltmeisterschaften der World Eskrima Kali Arnis Federation in London sowie am Weltpokal in Wroclaw.

Norbert Wójtowicz, Pressesprecher P.F.C.K.

Übersetzung Arthur Wójtowicz


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