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Das Gespräch mit Maja - Rajah Jan Nycek (V Dan), Präsident der polnischen Föderation Combat Kalaki (Prezes Polskiej Federacji Combat Kalaki), Exekutivdirektor International Combat Kalaki Arcanis Association (Dyrektorem Wykonawczym International Combat Kalaki Arcanis Association), Direktor für Polen International Combat Kalaki Arcanis Association Federation (Dyrektorem na Polske International Combat Kalaki Arcanis Association Federation), Vertreter International Combat Kalaki Arcanis Association in Polen (Przedstawicielem International Combat Kalaki Arcanis Association w Polsce).
Sie haben in Polen, wie ein Pionier , in den letzten Jahren die zur philippinischen Tradition gehörenden Kampfkünste entwickelt. Es ist nicht der Anfang Ihres Weges in die Kampfkünste. Darf ich Sie bitten, uns den ganzen Weg zu zeigen? Wann hat er angefangen und wie hat sich dieser Weg weiter entwickelt?
Mein erster Kontakt mit den Kampfkünsten war im Jahr 1977 roku in der Soldatenkampfkunst. Die Unterrichtstunden haben die Soldaten geführt und in anbetracht der häufigen Kaderwecher war keine Rede davon, einen konkreten Stil zu üben. In dieser Zeit habe ich verschiedene Instruktoren getroffen. Sie haben z.B. Kung Fu, Kyokushin Karate und Taekwondo gelehrt. Die letzten zwei Systeme haben überwiegt. In diesem Club habe ich ungefähr 2 - 3 Jahre geübt, dann habe ich mein 13-jähriges Abenteuer mit Taekwondo ITF angefangen. 1993 habe ich den III. Dan bekommen. Sehr oft habe ich in der Konfrontation mit meinen Freunden zu Hebeln gegriffen, die außerhalb des Programmes von Taekwondo waren. Diese Elemente haben mir die Motivation zum weiteren Suchen geliefert. In der Zwischenzeit hatte ich durch seine Vermittlung von Soke Briana Dosetta Vince Palumbo kennengelernt. Unter seiner Führung habe ich den IV. Dan in Aiki Jitsu bekommen. Ich habe schon meinen Weg erwähnt. Hier muss ich auch die Begegnung mit Yun Jung Do erwähnen. Die Methode des Meisters Young Ku Yun für das Verständnis und die Annäherung an die Kampfkunst hat mir sehr gefallen. Die Person des Meisters Yun hat auf mich grossen Eindruck gemacht. Obwohl sein Lehrprogramm sehr modern war, war er in manchen Punkten entfernt von meinen früheren Entwicklungsgrundlagen mit voller Vorbereitung der physischen und geistigen Seite. Jetzt ist der Meister Christopher Nasilowski mein Lehrer. Er har mir einen anderen Blick auf die Kampfkünste gezeigt und in mir das Interesse an das Kalaki-System geweckt, welches aus der philippinischen Tradition herzuleiten ist.
Wie ich gehört habe, war in Ihren Fall der Weg zum philippinischen System lang, und Sie haben es am Anfang nicht als Ziel gesehen. Also, warum das philippinische System?
Am Anfang war die Neugierde entscheidend. Dann habe ich bei den Uebungen mit der Waffe sofort die Kraft gespürt, die im Messer oder im Stab versteckt ist. Ich habe diese Einheit mit dem Waffentraditionskampf gefühlt. Das dritte Element ist das Waffengefühl als Reifeform zur Meisterschaft. Dieses Gefühl der Einfachheit und gleichzeitig Perfektionismus und Präzision hat mir die Schönheit für Aktionsführung gezeigt. Selbstverständlich kann man das sehr klar sehen in Bezug auf die Motivation und das Verständnis. Dann macht das viel Spaß. Das meiste in diesem System und die Entwicklungsmöglichkeiten entsprechen meinem Geschmack. Ich meine, wenn alle Elementen verbunden sind und dazu in einem guten Programm, macht das glücklich und gibt eine physische und geistige Vorbereitung. Es gibt mir Befriedigung. Ich habe verschiedene Kampfstile gesehen, ich habe viele Weltreisen gemacht und verschiedene Sachen ausprobiert. Deshalb bin ich beeindruckt, dass mir diese Art entspricht. Persönlich ich bin der Meinung dass in den Kampfkünsten, genauso wie in irgendwelchen unserer Taten, diese Vergleiche sehr wichtig sind. Das ist sehr wichtig, die Relation Mensch - Mensch.
Nach der polnische Einführung des Kalaki Arnis Eskrima - Systems in Polen haben Sie angefangen Combat Kalaki zu propagieren. Und bis heute sind Sie dabei geblieben. Und jetzt kommt natürlich die nächste Frage, warum Combat?
Im Grunde genommen suchte jemand einen Weg in die Kampfkünste und fand zwei Elemente. Natürlich sind die Proportionen verschieden. Aber immer entwickelt sich aus der einen Seite das Fernostgeheimnis mit seinen Kampfmethoden (die bis zur Perfektion gehen), auf der anderen Seite ist die Kampfkonfrontation, wo die Einfachheit, der Kampfgeist, und der Angriff gewinnen. Es ist sehr wichtig, die Kontrolle über diese zwei Aspekte zu haben. Die Annäherung zum Combat gibt das Verständnis für Personen, die im Kampf effizient.
Manche Personen meinen, dass Combat - System- Übungen die echte Kunst ausschliessen. Sie sagen - entweder machst du Kunst oder Realkampf...
Natürlich macht keine Übung echten Combat, nur weil sie Kampf ist mit einem Sieger und einem Verlierer und nicht mehr. Persönlich ich bin der Meinung, dass wir nicht alles auf des Messers Schneide stehen lassen können, und nur die Alternative "entweder - oder" zeigen. Ich meine, wir können und müssen diese zwei Elemente verbinden. Das ist ein Zeitbedürfnis. Wenn wir genau hinschauen, dann merken wir, dass ein ursprüngliches Element im menschlichen Leben der brutale Kampf ist. Dann versuchte man plötzlich die Kunst, die Aggression zu minimieren. Selbst Combat ist böse, aber trotzdem notwendig für den Schutz. Es ist ähnlich in der Kunst. Sie ist nicht immer der ideale Schutz. Ich möchte jetzt gut verstanden werden. Ich finde überhaupt nicht, dass Kampfkünste innerlich böse sind, ich möchte nur zeigen, dass die starke Aehnlichkeit zur Tradition nur viele Kopien macht, um Techniken zu zeigen (vielleicht sehr interessant, aber unwirksam). Die Kampfkünste sind viel wirksamer als für den Kampf unbedingt notwendig. Selbstverständlich spielt die Kontrolle und die Erfahrung des Trainers eine wichtige Rolle im Training. Auf diese Elemente achten wir auch in unsere Föderation.
Was ist diese Föderation?
In Anbetracht des großen Interesses an diesen Kampfsystemen wurde die Föderation gegründet. Sie soll dieses Kalaki-System im Land und auf der ganzen Welt propagieren. 1999 machte man erste Schritte, die Polnische Föderation Combat Kalaki zu gründen. Im April 2000 war endlich alles fertig. Zu den Hauptzielen unserer Föderation gehören die Hilfe für die Trainer bei Werbung, Medien und Lehrform. Die Föderation gibt die Möglichkeiten und Hilfe für die Mitglieder, an verschiedenen Land- und Weltturnieren teilzunehmen. Diese Aktivitäten sind für Leute und Clubs eine Hilfe, um die Veranstaltungen zu organisieren. Drittes Ziel unserer Föderation ist, den Zusammenhang zwischen den Kampfkünsten und den Kämpfen zu zeigen. Das ist notwendig für die Einheitsbildung und das Verständnis zwischen allen Mitgliedern.
Sie zeigen die Ziele für die Föderation und die Statuten. Jetzt könnte man sofort fragen, welches Ergebnis Sie erreicht haben.
In kurzer Zeit haben wir starke Strukturen aufgebaut. Wir zählen heute etwa 3 000 Mitglieder. Die Unterrichtstunden für Combat Kalaki führen heute 46 Trainer in 56 Orten in ganz Polen. Regelmäßig machen wir Seminare, die unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, ihre Fertigkeiten zu verbessern. Bis heute haben wir viele Combat Kalaki Turniere ( auch zwei Meisterschaften) in Polen durchgeführt. Obwohl wir noch nicht so lange existieren, waren wir auch außerhalb von Polen. Unser erster Auftritt im internationalen Forum war im Jahr 2000, als unsere Wettkämpfer die silberne Medaille und den Vizeweltmeister-Titel in der World Eskrima Kali Arnis Federation auf Cebu (Philippinen) gewonnen haben. Später wurde es noch besser. An den Weltmeisterschaften Cacoy's Doce Pares Federation in Los Angeles (USA) im Jahr 2001 errang die polnische Repräsentation zwei Weltmeisterschaftstitel. Im gleichen Jahr gewannen unsere Wettkämpfer zwei erste Plätze an den Europäischen Meisterschaften der World Eskrima Kali Arnis Federation in Bristol (UK). Wir müssen uns nicht scheuen, zu sagen, dass unsere Siege durch die philippinischen Experten der Kampfkünste bemerkt wurden. Wir arbeiten mit den größten Weltautoritäten. Die grossen Krieger der Philippinischen Cacoy Canete unterstützen die Polnische Föderation Combat Kalaki. Unsere Föderation wird heute gehört und ist gleichzeitig Mitglied der World Eskrima Kali Arnis Federation und der International Combat Kalaki Arcanis Association. Ein neues Buch unserer Föderation, "Combat Kalaki, wie eine Kampfkunstalternative aus der Tradition der philippinischen Kriegern entsteht", macht Werbung für die philippinische Kampfkunst.
Bedingt durch den grossen Markt in Polen ist jedes Buch über Kampfkünste ein Medienereignis. Können Sie uns kurz sagen, was diese Publikation ist.
Das ist das erste Buch in Polen über philippinische Kampfkunsttraditionen in moderner Form - Combat Kalaki. Das Ziel dieses Buches ist, der Grundinformation über die polnische Föderation Combat Kalaki zu dienen und soll aufzeigen, was das Combat Kalaki System ist. Es hat viele bunte Bilder, die Kampftechniken, Handtechniken, Messer, Schläge, Hebel zeigen. Das sind die beiden Elemente für verschiedene Kampfkünste. Ein großer Teil steht für das, was aus den Philippinen kommt. Es zeigt die gleichen Techniken mit dem Stab oder dem Messer. Viele Leute meinen, dass das Kämpfen mit den Waffen sehr einfach sei. In der Realität schliessen die schlechte Verständigung und die Technik nicht das Messer- oder Stabgefühl aus. Außer diesen Techniken sind da auch Probleme wie: Ritualen im Sportsaal, oder die verschiedenen Atmungsmethoden und ihre Ziele. Dieses Buch hat nicht nur eine technische Seite. Beim nicht zu großen Wissen der Polen über die Philippinen, hat es einen ausführlichen geschichtlichen Teil. Es zeigt die ganze geschichtliche Skizze des Archipels. Es gibt den Leserinnen und Lesern Informationen über das Umfeld der philippinischen Kampfkünste. Im Allgemeinen können wir sagen, dass das Buch "Combat Kalaki" die Kampfkünste erklärt. Es zeigt Grundsätze, die jedermann interessieren können und die speziellen Elemente der konkreten Techniken.
Das ist ein wichtiger Teil, den dieses Buch gezeigt hat. Es ist wie ein Bruch. Und welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Das nächste Ereignis im April dieses Jahres ist der erste Polen-Besuch des Meisters in Cacoy'a Canete. Das Ereignis hat für mich auch einen sehr persönlichen Aspekt, weil ich dann die Prüfung für den VI. Dan absolvieren werde. Außerdem organisieren wir im Sommer das Schulungslager mit dem Meister Christopher Nasilowski und erwarten auch den Besuch des Meisters Brian Dosett (Trainier Aiki Jitsu). Verschiedene Turnierveranstaltungen in diesem Jahr sind auch im April die Gruppenmeisterschaften in Polen, die der Meister Krzysztof Gajewski in Lódz organisiert, und im Mai die Meisterschaften um den polnischen Pokal in Kraków, masovische Meisterschaften in Wyszków und polnische Meisterschaften in Combat Kalaki im November in Warszawa. Betreffend internationale Turniere haben wir auch verschiedene Pläne: Das Freundschaftstreffen Polen - Italien und die Teilnahme an den Weltmeisterschaften der World Eskrima Kali Arnis Federation in London sowie am Weltpokal in Wroclaw.
Sie haben die Hauptpläne das Föderation erwähnt, aber was haben Sie für persönliche Pläne?
Manche Leute sagen, dass sich dem echten Mann nur drei Herausforderungen stellen: ein Sohn, ein Haus und ein Baum. Den Sohn habe ich schon, das Haus habe ich gebaut und viele Bäume habe ich schon gepflanzt. Aber das ist noch nicht das Ende meiner Pläne. Ein grosser Teil meines Lebens war mit den Kampfkünsten verbunden. Ich habe viel gesucht und heute kann ich sagen, dass ich vielleicht den richtigen Weg gefunden habe. Ich glaube nicht, dass es schon das Ende des Weges ist, nur weil jemand eine gute Richtung kennt und am Ziel zu sein ist auch nicht das Gleiche. Meine Pläne für die Zukunft? Ludvig XIV. sagte: "Der Staat bin ich". Meine persönlichen Pläne bleiben in der Föderation, ihr Erfolg ist auch mein Erfolg. Das sind die Pläne, die mit den Kampfkünsten verbunden sind, für die Forschung in unserer Föderation und die Werbung für das Combat Kalaki System. Ich glaube, dass der Weg, den ich gewählt habe, richtig ist, weiss aber gleichzeitig, dass dieser Weg noch weiter geht.
Vielen Dank für das Gespräch
Norbert Wójtowicz, Pressesprecher P.F.C.K.
Übersetzung Arthur Wójtowicz