Artur Marek Wójtowicz

Meine Texte

Legenden

Klasse 7 (Doppelstunden)

(Am Anfang bekommt jedes Kind ein Blatt wo es ein Wort definieren muss - 15 Minuten)

Was ist das?

1.Märchen, (Erzählung, die Gleichniselemente hat. Zum Schluss kommt immer ein moralisches Ergebnis. Die Helden des Märchens sind oft Tiere, die wie Menschen sprechen und denken).

2.Legende,(Erzählung aus dem Leben der Heiligen; fromme Sage. Die grösste Sammlung mit Legenden heisst: Acta sanctorum in 70 Bänden (1643-1694).

3.Sage,( Bezeichnung für mündliche daher immer wieder umgebildete und dichterisch ausgestaltete Überlieferung (Riesen, Elfen, Hexen usw. Es gibt auch Sagen über Familien, besonders in Island X.- XI. Jhr.z. B. Njálassaga. Oder auch über Könige von Norwegen und Dänemark aus IX. - XIII. Jhr.z. B. Heimskringla von Snórrieg Sturluson. Es gibt die Sagen über Helden. Sie kamen besonders aus Deutschland auch über Ritter z. B. Karl der Grosse).

4.Roman,(Form der erzählenden Dichtung, die seit Beginn der Neuzeit die Aufgabe des Epos übernommen hat. Im Roman wird ein breiter Lebensausschnitt oder das ganze Leben einer oder mehrerer Personen und ihre Umwelt dargestellt)

5.Mythos,( Erzählung insbesondere Vorzeiterzählung, oft auch Bericht über göttliche Mächte)

6.Anekdote,(kurze, heitere, auch scharf charakterisierende Erzählung über eine historische Persönlichkeit oder Begebenheit).

Jetzt bleiben wir bei den Legenden. Wenn man sagt diese oder jene Überlieferung sei ja: "nur eine Legende", bedeutet das im Klartext: die Geschichte stimmt nicht. Sie ist nicht historisch, sie ist "erfunden". Und jetzt will ich ein Beispiel zeigen. Danach können wir besser verstehen, wo der Unterschied liegt zwischen Legenden und Geschichten.

Die Legende kommt vom lateinischen: legendum und das heisst - das zu Lesende

(Ich zeige eine Folie mit dem Bild vom Carnach, Thesenanschlag" und erzähle ich, warum Thesenanschlag nicht möglich war. Die Kinder bekommen einen Text - 15 Minuten )

Legenden um Luther: Der Thesenanschlag

Wir schreiben den 31. Oktober, A.D. 1517: Luther nagelt mit lauten Hammerschlägen, die durch ganz Europa hallen, die 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg: Dies ist auf vielen Darstellungen zu sehen und wurde bis in unser Jahrhundert hinein als Tatsache anerkannt. Es ist ein Bild, das - wie kaum ein anderes - zum Symbol der Reformation geworden ist. So schlug es wie ein Blitz ein, als 1961 der katholische Lutherforscher Erwin Iserloh mit der Behauptung an die Öffentlichkeit trat, der Thesenanschlag gehöre in das Reich der Legende. Jedoch sind die angeführten Fakten durchaus einleuchtend. Zum einen stammt die erste schriftliche Darstellung dieses Ereignisses von Philipp Melanchthon, der jedoch kein Augenzeuge gewesen sein konnte, da er erst 1518 als Professor an die Wittenberger Universität berufen wurde.

Auch erscheint diese Darstellung erst nach dem Tode Luthers; von ihm selbst ist also kein Kommentar zu den "Nagelarbeiten" des Jahres 1517 überliefert.

Zwar sollen an die Tür der Schlosskirche regelmäßig Ankündigungen für Disputationen angebracht worden sein, jedoch muss das öffentliche Anbringen der Thesen ohne eine Reaktion der Bischöfe abzuwarten, als klare Provokation der Vorgesetzten gewertet werden. Dies ist jedoch einem Luther, der eigentlich nur Missstände abändern wollte, nicht zuzutrauen. Auch ist zu vermerken, dass in Wittenberg keine öffentliche Disputation der Thesen stattfand und auch (noch) kein Urdruck der Thesen gefunden werden konnte.

So bleibt nur das Gesicherte: Luther schrieb am 31.10.1517 Briefe an seine Vorgesetzten, in denen er die Praxis des Ablasshandels anprangerte und die Behebung der Missstände anmahnte. Den Briefen legte er 95 Thesen bei, die als Grundlage für eine Disputation über das Thema dienen sollten.

Zwar wird es heute von der Mehrheit der Lutherforscher als erwiesen angesehen, dass Luther an dem besagten Tage nicht mit dem Hammer zu Werke ging, jedoch ist das Bild des Thesenanschlages auch heute noch eines der gebräuchlichsten im Umgang mit Luther, der Reformation und der Lutherstadt Wittenberg.

(Jetzt schreiben wir zusammen auf, welche Legenden wir kennen und ich zeige Bücher mit verschiedenen Legenden aus der Schweiz. - 10 Minuten)

(Wenn im Klassenzimmer ein Computer vorhanden ist können wir eine virtuelle Reise zum Legenden Museum machen: http://www.legenden-museum.de - 15 Minuten)

Warum gab es Legenden? Wer brauchte sie?

1) um ein Beispiel zu geben

2) um zu ermutigen.

3) um den Leuten Fehler zu zeigen, ohne sie zu beleidigen.

Kein Mensch in einer Legende ist eine Einzelperson. Er ist eine kollektive Gestalt: in ihr sind viele tausend Männer und Frauen. Die Legenden müssen nicht "historisch" sein und können trotzdem in einem verdichteten Sinne Geschichte überliefern.Ich will jetzt zwei Beispiele zeigen, um eine Antwort zu geben: warum die Legenden in unserem Leben wichtig sind (10 Minuten).

Christof kam vom (lat.) Christoforos - Christos(Christus) + foros (ein Träger)

Ein zweites Beispiel stammt aus der Bibel (Apostelgeschichte):

Den ersten Bericht habe ich gegeben, lieber Theophilus, von all dem, was Jesus von Anfang an tat und lehrte bis zu dem Tag, an dem er aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den heiligen Geist Weisung gegeben hatte. Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.

Meine Frage ist: zu wem der hl. Lukas dieses Buch?

Theofilus - (gr.)Theos (Gott) + filus (gr. Freund)

(Jetzt gebe ich den Kindern die Legende über den hl. Christof und Satzlücken - 10 Minuten)

Wann wird ein Mensch zur Legende? (ein Gespräch - 10 - 15 Minuten)

Die Drachen

Bevor der Drache in die Legende kam, begegnete er in den älteren Vorstellungen der Menschen. Das Wort "Drache" (gr. Drakón) bedeutet ursprünglich Schlange. Darum spricht die Legende auch wechselweise von einem Drachen und von einem Wurm. Der Drache verkörpert die rohe Gewalt, die Schlange mehr die List.

Der Drache in der Bibel

Ich will euch ein Paar Verse aus der Bibel zeigen, wo auch der Drache vorkommt (Die Kinder bekommen ein Blatt. Ein Gespräch - 15 Minuten)

Offenbarung 12, 1 - 6: Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Kindsnöten und hatte große Qual bei der Geburt. Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor die Frau, die gebären sollte, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind fräße. Und sie gebar einen Sohn, einen Knaben, der alle Völker weiden sollte mit eisernem Stabe. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron. Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, dass sie dort ernährt werde tausendzweihundertundsechzig Tage.

Offenbarung 12, 7 - 12: Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, und sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen. Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt, bis hin zum Tod. Darum freut euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat.

Offenbarung 13, 1 - 10: Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern lästerliche Namen. Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie Bärenfüße und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht. Und ich sah eines seiner Häupter, als wäre es tödlich verwundet, und seine tödliche Wunde wurde heil. Und die ganze Erde wunderte sich über das Tier, und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kämpfen? Und es wurde ihm ein Maul gegeben, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ihm wurde Macht gegeben, es zu tun zweiundvierzig Monate lang. Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und sein Haus und die im Himmel wohnen. Und ihm wurde Macht gegeben, zu kämpfen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und ihm wurde Macht gegeben über alle Stämme und Völker und Sprachen und Nationen. und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht vom Anfang der Welt an geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet ist. Hat jemand Ohren, der höre! Wenn jemand ins Gefängnis soll, dann wird er ins Gefängnis kommen; wenn jemand mit dem Schwert getötet werden soll, dann wird er mit dem Schwert getötet werden. Hier ist Geduld und Glaube der Heiligen!

Ist die Bibel nur eine Legende? (5 Minuten)

JA, weil.......................

NEIN, weil....................

Links mit dem Thema: Legenden:

Weihnachtslegenden

Die antischen Legenden

Legenden um Luther

Legenden - Museum

Sagen und Legenden

Legenden aus Serbien

Das Historien und Legenden


zurück


© A.Bajon@ux.com.pl