Artur Marek Wójtowicz

Meine Texte

Osternacht 2003

Einzug Kirche dunkel.

Einzug in Stille durch die Sakristei. Liturgen / Minis setzen sich an ihre Plätze.

Musik Orgel

Begrüssung Gr (am Ambo mit Lampe)

Im Namen des Vaters...

Liebe Schwestern und Brüder,

40 Tage lang waren wir unterwegs durch die Fastenzeit. "Verstehen verändert" - dieses Motto von Fastenopfer und Brot für alle hat uns begleitet. Der bewusste Verzicht, das Gebet und die Solidarität mit Menschen in Not haben uns selbst und - ein Stück weit - auch diese Welt verändert.

Jetzt aber sind wir zusammengekommen, um jenes Ereignis zu feiern, in dem Gott ein für allemal die Geschichte Welt verändert hat: die Auferstehung Jesu Christi. Es ist das unwiderrufliche JA Gottes zu allem Dasein. In seinem Sohn Jesus Christus sagt er es uns zu: über das Leid und den Tod, über die Brüche auch in unserem Leben hinweg.

Die Texte und die Zeichen in dieser Osternacht-Feier möchten uns neu in Berührung bringen mit diesem Geheimnis. Ich begrüsse Sie alle herzlich dazu und wünsche Ihnen:

Der Herr, der gestorben und auferstanden ist und uns so den Weg zu Gott aufgemacht hat, er sei mit euch.

Zeichen zum Sitzen geben

Lichtfeier

Lesung An (am Ambo mit Lampe)

Ex 3,1-6.9-12

Kommentar Ar (am Ambo mit Lampe)

Diese Begegnung Gottes mit Mose ist erstaunlich. Mose sah Gott im Dornbusch. Wir erkennen, dass Gott im Dornbusch auf Mose gewartet hat. Gott wartet auf uns - wie gut und wichtig ist es, das zu wissen! Er steht uns bei und gibt uns so die Chance, mit ihm jederzeit reden zu können.

Das Feuer steht für zwei wichtige Dinge: Wärme und Licht. Wenn wir nahe bei Gott sind, fühlen wir uns warm. Er kann unsere Herzen wärmen mit seiner Liebe. Er hat ein Herz für uns, er fühlt mit uns. Er ist das Licht, das unsere Ziele erhellen kann.

Dieses Treffen von Mose mit Gott soll für uns ein Beispiel sein, dass Gott immer auf uns wartet.

Machen wir uns neu bereit, sein Licht zu empfangen, wenn jetzt das Feuer und dann die neue Osterkerze in die Kirche getragen werden.

Orgel: JW tragen das Feuer vom Haupteingang unter die Empore. Dazu Orgelspiel. Liturgen / Minis ziehen durch die Seitenschiffe nach hinten zum Feuer. Osterkerze steht hinten bereit.

Segnung Feuer So (mit Freisprech-Mic)

Du, Gott des Lichtes,du hast das Feuer erschaffen,damit es den Menschen leuchte und sie erwärme.Wir bitten dich:

Mach dieses Feuer zum Zeichen der neuen Hoffnung,die aus dem Grab Christi aufsteigt wie das Feuer aus dem Holz dieser toten Zweige

+ im Namen des Vaters...

Die Osterkerze wird am Feuer entzündet.

Segnung Kerze So (mit Freisprech-Mic)

Guter Gott, segne + diese Kerze, die wir am Osterfeuer entzündet haben. Lass sie uns ein Zeichen sein für Jesus Christus, den Auferstandenen. Wie du ihn aus dem Dunkel des Todes gerufen hast, so führe auch uns ins österliche Licht des Lebens. Er sei Licht für unsere Augen; er mache hell unsere Herzen - Jesus Christus, dein Sohn, unser Bruder und Herr.

Hinweis L (am Ambo mit Lampe)

Wir begrüssen das neue Osterlicht in der Kirche. Wir wenden uns dem Licht zu. Auf den Ruf "Christus, das Licht" antworten wir mit "Dank sei Gott".

Prozession 1. Station unter der Empore

So: Christus, das Licht - A: Dank sei Gott

4 Minis zünden Kerzen an und geben Licht weiter

2. Station Kreuzgang

So: Christus, das Licht - A: Dank sei Gott

4 Minis zünden Kerzen an und geben Licht weiter

3. Station Altar

So Christus, das Licht - A: Dank sei Gottstufe

4 Minis und Gr/An/Ar zünden Kerze an und geben Licht weiter

Osterkerze auf den Ständer, Minis zu ihren Plätzen (stehen), 2 Minis legen Weihrauch ein

Kommentar Ar (am Ambo mit Lampe)

Vor dem grossen Osterlob legen wir Weihrauch in die Schale. Im Alten Testament benutzte man im Gottesdienst oft Weihrauch als Zeichen der Hingabe und des Gebetes. - Wie der Weihrauch nun aufsteigt zum Himmel, so wollen wir unsere Herzen neu bei Gott haben.

Exultet So (Ständer bei der Osterkerze, mit Mic)

Liturgen im Halbkreis um ihn

Amen KG 122,1 (2x)

Glockengeläut - kurze Pause. Licht in der Kirche

Lied KG 439,1-3 "Christus ist erstanden"

Hinweis L (am Ambo)

Wir löschen vorsichtig unsere Kerzen und setzen uns. Licht leicht zurück

Tauffeier

Lesung Num 20,1-11(!)

Kommentar Ar

Versuchen wir uns vorzustellen, wie die Israeliten durch die Wüste ziehen. Sie sind übermüdet und wenden sich gegen Mose und Gott. Mose weiss nicht, wie er dem Volk helfen kann. Er vertraut auf Gott, geht zum Felsen, schlägt auf ihn ein und Wasser sprudelt heraus. In der Wüste bedeutet Wasser Leben. Wer Wasser hat kann überleben. Wer kein Wasser findet, muss sterben.

Vielleicht sagt nun jemand, dass das nichts Neues sei, dass das jeder wisse. Vielleicht fragen Sie auch: Was haben wir Menschen in der Schweiz mit der Wüste zu tun? Hier gibt es doch keine Wüste? Aber sie existiert auch hier. Auch hier gibt es Lebens-Wüsten. Wir suchen ein Lebensziel, wie die Israeliten Wasser.

Jesus sagt: "Ich gebe dir lebendiges Wasser". Er ist diese Quelle des lebendigen Wassers. Wer aber von diesem Wasser trinkt, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird dieses Wasser in ihm zur sprudelnden Quelle werden, die ewiges Leben schenkt.

Heute feiern wir in unserer Gemeinschaft die Taufe von Dominic Gnägi. Das Taufwasser reinigt den kleinen Dominic, verbindet ihn mit unserem Glauben und führt ihn in unsere Kirche ein. Wir wünschen diesem Kind, dass es - auch in den Wüsten des Lebens - immer wieder das echte Wasser finden wird.

Dieser Augenblick ist auch ein spezieller Moment für uns alle. Auch wir wurden getauft vor 10, 20, 30 oder vielleicht 80 Jahren. Überlegen wir uns: Was bedeutet das für mich persönlich?

Orgel Liturgen / Minis ziehen zum Taufstein

volles Licht in der Kirche

Begrüssung Eltern Gr (mit Freisprech-Mic)

Gedanken Tarzisius Gnägi (mit Freisprech-Mic)

Wir möchten nicht, dass unser Kind mit allen Wassern gewaschen wird.

Wir möchten, dass es mit dem Wasser der Gerechtigkeit, mit dem Wasser der Barmherzigkeit, mit dem Wasser der Liebe und des Friedens reingewaschen wird.

Wir möchten, dass unser Kind mit dem Wasser christlichen Geistes gewaschen, übergossen, beeinflusst, getauft wird.

Wir möchten selbst das klare, lebendige Wasser für unser Kind werden und sein - jeden Tag. Wir möchten auch, dass seine Paten klares, kostbares, lebendiges Wasser für unser Kind werden.

Wir hoffen und glauben, dass auch unsere Pfarrei, in der wir leben, und dass die Kirche, zu der wir gehören, für unser Kind das klare, kostbare, lebendige Wasser der Gerechtigkeit, der Barmherzigkeit, der Liebe und des Friedens ist.

Wir möchten und hoffen,dass unser Kind das Klima des Evangeliums findet. Wir möchten nicht, dass unser Kind mit allen Wassern gewaschen wird.

Deshalb, in diesem Bewusstsein, in dieser Hoffnung, in diesem Glauben, tragen wir unser Kind zur Kirche, um es der Kirche und der Pfarrei zu sagen, was wir erwarten für unser Kind, was wir hoffen für unser Kind.

Wir erwarten viel, wir hoffen viel.

(Wilhelm Willms)

Hinweis Lied Gr (Freisprech-Mic)

Zusammen mit Eltern und Paten von Dominic möchten wir gemeinsam unseren Glauben bekennen. Wir tun es im Lied bei der Nummer 95 und stehen auf dazu.

Glaubens-Lied KG 95,1-4 "Ich glaube: Gott ist Herr der Welt"

Während dem Lied leeren 2 Mins Wasser in den Weihwasserbehälter und in den Taufstein. Nach dem Lied kommen die Familie von Dominic und seine Paten nach vorne zum Taufstein. Dem Volk Zeichen zum Sitzen geben.

Segnung Wasser Gr (Freisprech-Mic)

Guter Gott, Wasser ist Zeichen des Lebens. Ohne Wasser können wir nicht aufblühen. Ohne Wasser bleibt unser Leben trocken und öde. So bitten wir dich:

Segne + dieses Wasser, damit es für Dominic und für uns alle, die wir getauft sind, zur Stärkung wird auf unserem Weg und uns in den Wüstenzeiten des Lebens die nötige Erfrischung gibt.

Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, unsern Bruder und Herrn.

Taufe

Salbung mit Chrisam

Taufkerze

Hinweis L (am Ambo)

Die Ministranten bringen nun die Weihwassergefässe mit dem neugeweihten Wasser zu den Eingängen. Es erinnert uns beim Betreten der Kirche an unsere Taufe und unseren eigenen Glauben.

Musik instrumental ("Somebody's knocking at your door" - Trompete/Sax)

Während dem Lied verteilen 3 Minis Weihwasser in die Schalen an den Ausgängen. Die anderen zünden Kerze an.

Wortfeier

Halleluja KG 458,5 (nicht ansagen, nicht anzeigen)

Vorspiel (Minis mit den Kerzen um den Ambo)

Gr (Ambo) / A

Vers (a capella): Der Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden. Halleluja (A)

Evangelium (Ambo) Mt 16,1-7

Abschluss: Halleluja (Gr/A). Minis gehen zurück an ihre Plätze und bleiben zu den Fürbitten stehen.

Fürbitten

Guter Gott,du hast deinen Sohn Jesus Christus nicht im Tod gelassen. Du hast ihn auferweckt und ihm das Leben bei dir geschenkt. In seinem Namen bitten wir dich:

2 Fürbitten von Familie Gnägi

Für alle, die zweifeln am Sinn des Lebens: Stärke in ihnen den Glauben, dass du in der Auferstehung Jesu Christi dein unwiderrufliches Ja in alles Dasein gelegt hast.

Für alle Menschen, die im Dunkeln sitzen: Entzünde in ihrer schwierigen Situation dein Hoffnungslicht und gib ihnen Menschen, die ihnen nahe sind.

Für unsere Pfarrei und für alle Menschen: Lehre uns, in allen Menschen dein Abbild zu sehen, und hilf uns, einander deine Liebe weiterzuschenken.

Ja, guter Gott, mache uns stark im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe - darum bitten wir dich durch deinen auferstanden Sohn Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.Zeichen zum Sitzen geben

Kollektenansage L (Ambo)

Die Kollekte nehmen wir heute auf für die Projekte der Missionsgruppe St. Otmar. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Gabe.

Eucharistiefeier

Gabenbereitung instrumental ("Nobody knows the trouble I've seen" - Trompete/Sax)

2 Minis legen Weihrauch ein, 2 ziehen Opfer ein, 6 Gabenbereitung

Gabengebet

Gott, unser Vater, Ostern hat den Jüngern die Augen geöffnet für das, was Jesus Christus am Abend vor seinem Sterben beim letzten Abendmahl vollzog: "Tut dies zu meinem Gedächtnis." So bitten wir dich: Lass uns jetzt Eucharistie feiern - Danksagung - in der Freude darüber, dass Jesus lebt und uns Anteil schenkt an seinem Leben und seiner Gemeinschaft mit dir - heute und in Ewigkeit. Amen.

Präfation Osterzeit I

Minis in die gerade Linie

Sanctus KG 447,1+4 "Wir wollen alle fröhlich sein"

Hochgebet II

Vaterunser

Friedensgruss An

Am Ostertag trat Jesus in die Mitte seiner Jünger und sprach den Friedensgruss. Deshalb bitten wir:

Herr Jesus Christus, du Sieger über Sünde und Tod, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche und schenke ihr nach deinem Willen Einheit und Frieden.

Der Friede des auferstandenen Herrn sei allezeit mit euch.

Anschliessend bringen Minis den Friedensgruss dem Volk und gehen dann an ihre Plätze (ausser 2 Minis am Altar).

Friedenslied KG 597 "Dona nobis pacem"

1x vorspielen / 1x alle zusammen / 3 Gruppen bis 1. Gruppe 2x durch

Kommunion instrumental (Cesar Franck, Panis angelicum)

Nach dem Purifizieren zünden Minis Kerzen an.

Meditation An (am Altar)

Herr, du bist der Schöpfer und die Liebe und das Licht. Du hast im Dunkel der Welt das Licht hervorgehen lassen: aus der Finsternis der Geschichte die Geburt deines Sohnes, aus dem Grabe die Herrlichkeit des Auferstandenen. Lass aus unserer Nacht hervorgehen, worauf wir hoffen: die Erkenntnis Christi, das Leuchten seines Antlitzes über unserem Geist, die Innigkeit seiner Nähe. Dann mag geschehen, was will. Einmal bricht das ewige Licht aus der letzten Nacht der Welt, und wir werden an ihm Anteil haben.

(Romano Guardini)

Anschliessend Minis in die schräge Linie.

Lied KG 451,1-2 "Christus ist auferstanden"

1x ganz vorspielen

Mitteilungen L (Ambo)

Dank Gr (Altar)

Segen Gr (Altar)

Auszug instrumental

Liturgen und Minis einfacher Auszug in Sakristei

19. 04. 2003 St. Otmar Pfarrei - St. Gallen


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